So wählen Sie einen Stromtarif in Deutschland aus
So wählen Sie einen Stromtarif in Deutschland aus
Bei der Wahl eines Stromtarifs in Deutschland kommt es nicht nur auf den Preis pro Kilowattstunde an. Wichtig ist, die Grundgebühr, die Vertragslaufzeit, die Preisgarantie, die Verlängerungsbedingungen, die Art der Bonusberechnung und den Zählertyp zu prüfen. Dies gilt insbesondere für neue Mieter, Familien, Besitzer von Wärmepumpen und Elektroautos sowie für diejenigen, die in eine andere Wohnung umziehen.
Wenn Sie nicht nur einen Stromvertrag, sondern auch andere Versorgungsleistungen abschließen möchten, ist es sinnvoll, die Konditionen der zugehörigen Verträge zu vergleichen: (Gas),, (Mobilfunk), und (Internet zu Hause),.
Wann lohnt es sich, den Anbieter zu wechseln?
In mehreren Situationen ist es sinnvoll, einen neuen Vertrag zu prüfen:
- Sie sind gerade in eine Wohnung oder ein Haus eingezogen und möchten nicht länger als nötig im Grundversorgungstarif bleiben;
- die Mindestvertragslaufzeit, also die Mindestlaufzeit des laufenden Vertrags, abgelaufen ist;
- Der Anbieter hat eine Preiserhöhung angekündigt;
- Der Verbrauch hat sich geändert: Es gibt nun einen Warmwasserbereiter, eine Elektroheizung, eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto; – Der vorherige Vertrag wurde vom Vormieter oder Vermieter abgeschlossen oder vorübergehend ohne Vergleich der Konditionen gewählt.
Bei der Grundversorgung kann der Vertrag in der Regel mit kurzer Kündigungsfrist gekündigt werden. Bei gewöhnlichen Sonderverträgen muss man die konkreten Vertragsbedingungen und die Kündigungsfrist beachten.
Welche Tarife gibt es?
Im privaten Bereich kommen meist mehrere Tarifarten vor.
| Tarif | Für wen geeignet | Was zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Standard / Haushaltsstrom | Gewöhnliche Wohnung oder Haus ohne besondere Verbraucher | Preis pro kWh, Grundpreis, Vertragslaufzeit, Preisgarantie |
| Nachtspeicher | Wohnungen mit Nachtspeicherheizung | Vorhandensein eines separaten Zählers, Tages- und Nachttarife, technische Anforderungen |
| Wärmepumpe | Haus oder Wohnung mit Wärmepumpe | Ist ein separater Zähler erforderlich, gibt es einen speziellen Tarif für die Wärmepumpe? |
| Ladestrom | Elektroauto zu Hause aufladen | Voraussetzungen für eine Wallbox, separate Abrechnung, Nachtstrom- oder dynamische Tarife |
Die Tarifbezeichnungen der Anbieter können variieren. Vergleichen Sie daher nicht die Marketingbezeichnungen, sondern die tatsächlichen Vertragsbedingungen.
Welche Angaben werden für die Auswahl benötigt?
Für einen korrekten Vergleich sollten Sie Folgendes bereithalten:
- vollständige Adresse und Postleitzahl;
- die Stromzählernummer, sofern diese bereits bekannt ist;
- den aktuellen Anbieter und die Kundennummer, falls bereits ein Vertrag besteht;
- geschätzter Jahresverbrauch in kWh;
- Anzahl der Haushaltsmitglieder;
- Vorhandensein eines elektrischen Warmwasserbereiters, eines elektrischen Wassererhitzers, einer Wärmepumpe, einer Nachtheizung oder einer Ladestation für Elektroautos;
- das Einzugsdatum, das Ablaufdatum des alten Vertrags oder das Datum der Preiserhöhung;
- eine deutsche IBAN, falls der Anbieter die Zahlung per SEPA-Lastschrift verlangt.
Wenn kein genauer Verbrauch vorliegt, kann man zunächst eine Schätzung anhand früherer Rechnungen oder der Anzahl der Bewohner vornehmen und den Abschlag dann nach der ersten Jahresabrechnung anpassen.
So lesen Sie den Tarifpreis
Orientieren Sie sich nicht nur an dem groß hervorgehobenen monatlichen Betrag. Im Vertrag sind mehrere Elemente wichtig:
- Arbeitspreis: Preis für den tatsächlich verbrauchten Kilowattstunden;
- Grundpreis: feste monatliche oder jährliche Gebühr;
- Preisgarantie: Welche Preisbestandteile sind vor Erhöhungen geschützt und für welchen Zeitraum?
- Mindestlaufzeit: Mindestvertragslaufzeit;
- Kündigungsfrist: Frist für die Kündigung des Vertrags;
- Neukundenbonus oder Sofortbonus: Wann wird der Bonus gutgeschrieben und unter welchen Bedingungen kann man ihn verlieren?
- Abschlag: monatliche Vorauszahlung, die später mit dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet wird.
Ein niedriger Abschlag bedeutet nicht automatisch einen günstigen Tarif. Wenn der Verbrauch höher ausfällt als erwartet, wird der Mehrverbrauch in der Jahresabrechnung in Rechnung gestellt.
Online-Vergleichsportal oder Beratung
Ein Online-Vergleich ist praktisch, wenn Sie die deutschen Vertragsbedingungen verstehen und bereit sind, die Filter selbst zu überprüfen. Allerdings verfügen Vergleichsportale oft über Einstellungen, die das Gesamtergebnis deutlich verändern: die Berücksichtigung von Boni, die Laufzeit der Preisgarantie, regionale Einschränkungen, die Zahlungsweise und die Verlängerungsbedingungen.
Eine Beratung ist sinnvoll, wenn Sie:
- Sie sind kürzlich nach Deutschland gezogen;
- Sie sind sich nicht sicher, welchen Zählertyp Sie haben;
- Wählen Sie einen Tarif für Wärmepumpen, Nachtspeicher oder Ladestrom;
- Sie möchten mehrere Verträge gleichzeitig abschließen;
- Sie verstehen die deutschen Vertragsbedingungen nur unzureichend.
Im Ausgangstext wird ComComfort als Beratungsdienst für die Auswahl von Verträgen für Strom, Gas, Mobilfunk und Internet erwähnt. Wenn Sie sich entscheiden, einen solchen Vermittler in Anspruch zu nehmen, prüfen Sie auf der offiziellen Website, wer eine Provision erhält, welche Anbieter bei der Auswahl berücksichtigt werden, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden und wer im Streitfall mit dem Anbieter als Ansprechpartner fungiert.
Was ist vor der Unterzeichnung zu prüfen?
Bevor Sie einen Antrag absenden oder elektronisch unterschreiben, gehen Sie die Checkliste durch:
- Stimmen Adresse, Name und Beginn der Stromlieferung überein?
- Sind der richtige Tariftyp und der richtige Zählertyp angegeben?
- Sind der Arbeitspreis und der Grundpreis ohne Berücksichtigung eines einmaligen Bonus verständlich?
- Gibt es keine unerwünschte lange Mindestlaufzeit?
- Ist klar, wer den alten Vertrag kündigt?
- Sind Kopien der Vertragsbestätigung, der AGB und der Widerrufsbelehrung aufbewahrt worden?
- Gibt es bei einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht?
- Sind möglicherweise zusätzliche Leistungen enthalten, die Sie nicht angefordert haben?
Was ist nach dem Vertragsabschluss zu tun?
In der Regel setzt sich der neue Anbieter selbst mit dem alten Anbieter und dem Netzbetreiber in Verbindung. Sie sollten die Vertragsbestätigung aufbewahren, den Zählerstand zum Zeitpunkt des Wechsels weitergeben und die Schreiben beider Anbieter prüfen.
Sollte es beim Wechsel zu Verzögerungen kommen, darf die Stromversorgung nicht einfach ausfallen: Privatkunden in Deutschland sind durch die Grundversorgung geschützt. Streitfälle sollten jedoch am besten schriftlich geklärt und alle Belege aufbewahrt werden.
Häufige Fehler
- Vergleichen Sie nur das erste Jahr mit dem Bonus und achten Sie nicht auf den Preis nach Ablauf der Aktion.
- Den Jahresverbrauch zugunsten eines geringen Abschlags zu niedrig anzugeben.
- Nicht prüfen, ob ein separater Zähler für die Wärmepumpe, den Nachtspeicher oder den Ladestrom benötigt wird.
- Einen Vertrag mit langer Laufzeit ohne Preisgarantie abschließen.
- Bewahren Sie die Bestätigung über die Kündigung des alten Vertrags auf.
- Geben Sie bei der Antragstellung keine Kontaktdaten an, unter denen Sie Anrufe von unbekannten Nummern oder E-Mails nicht beantworten.
FAQ
Ist es möglich, einen Vertrag abzuschließen, ohne Deutsch zu sprechen?
Ja, aber die Vertragsunterlagen sind in der Regel auf Deutsch verfasst. Wenn Sie eine russischsprachige Beratung in Anspruch nehmen, bitten Sie dennoch darum, dass Ihnen die wichtigsten Bedingungen erklärt werden: Preis, Laufzeit, Verlängerung, Boni, Kündigungsfrist und Kündigungsmodalitäten.
Muss der Zähler bei einem Anbieterwechsel ausgetauscht werden?
Bei einem normalen Anbieterwechsel bleibt der Zähler in der Regel derselbe. Ein separater oder zusätzlicher Zähler kann für spezielle Tarife erforderlich sein, beispielsweise für eine Wärmepumpe, eine Nachtheizung oder das Laden eines Elektroautos.
Wer bezahlt die Vermittlungsgebühr?
Bei einigen Beratungsdiensten ist die Kundenberatung kostenlos, da der Dienstleister eine Vergütung vom Anbieter erhält. Dies sollte vor Vertragsabschluss überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Auswahl unabhängig ist und tatsächlich alle Anbieter verglichen werden.
Was ist wichtiger: der Bonus oder der Preis pro kWh?
Bei einem langfristigen Vertrag ist der Gesamtpreis unter Berücksichtigung von Grundpreis, Arbeitspreis, Preisbindungsdauer und Verlängerungsbedingungen entscheidend. Ein Bonus ist nur dann sinnvoll, wenn klar ist, wann er gutgeschrieben wird und bei vorzeitiger Kündigung nicht verfällt.