So wählen Sie einen Gastarif in Deutschland aus und schließen einen Vertrag ab
So wählen Sie einen Gastarif in Deutschland aus und schließen einen Vertrag ab
Ein Vertrag für Haushaltsgas in Deutschland ist für diejenigen erforderlich, die selbst für die Gasheizung, die Warmwasserversorgung oder den Gasherd verantwortlich sind. Wenn das Gas bereits über den Vermieter in den Nebenkosten enthalten ist, ist möglicherweise kein separater Vertrag erforderlich. Bevor Sie sich nach einem Tarif umsehen, sollten Sie klären, wer die Gasrechnung bezahlt, welche Art von Zähler Sie haben und welcher Jahresverbrauch im vorherigen Vertrag oder in der Nebenkostenabrechnung angegeben ist.
Was ist nach dem Umzug als Erstes zu tun?
Wenn Sie in eine Wohnung oder ein Haus mit Gaszähler gezogen sind und keinen speziellen Vertrag abgeschlossen haben, erfolgt die Versorgung in der Regel durch den örtlichen Grundversorger. Dies wird als Grundversorgung bezeichnet. Diese Option ist als vorübergehende Lösung praktisch, sollte jedoch mit einem Sondervertrag verglichen werden – einem separaten Tarifvertrag beim Grundversorger oder einem anderen Anbieter.
Halten Sie zum Vergleich Folgendes bereit:
- Wohnadresse und Postleitzahl;
- die Nummer des Gaszählers, sofern diese bereits bekannt ist;
- den aktuellen Zählerstand zum Zeitpunkt des Einzugs;
- geschätzter Jahresverbrauch in kWh;
- Name des bisherigen Anbieters und Kundennummer, falls bereits ein Vertrag besteht;
- das Datum des Lieferbeginns oder das Datum eines möglichen Wechsels.
Ist der Verbrauch unbekannt, können Sie sich an der letzten Abrechnung, den Angaben des Vermieters oder einer vorsichtigen Schätzung anhand der Wohnfläche und der Heizungsart orientieren. Je genauer der Verbrauch ist, desto aussagekräftiger ist der Tarifvergleich.
Grundversorgung oder Sondervertrag
Bei der Grundversorgung bezieht der Verbraucher Gas vom Grundversorger seines Wohnorts. Nach Angaben der Bundesnetzagentur und der Verbraucherzentrale kann ein solcher Vertrag mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, sodass ein Wechsel zu einem anderen Tarif in der Regel problemlos möglich ist.
Ein Sondervertrag ist ein separater Vertrag mit einem Anbieter Ihrer Wahl. Er kann günstiger sein, aber Sie sollten die Bedingungen sorgfältig lesen: Mindestlaufzeit, Preisgarantie, Kündigungsfrist, automatische Verlängerung, Prämien, Abschlag und Abrechnungsmodalitäten nach dem ersten Jahr.
Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf den Werbe-Preis für das erste Jahr. Wichtiger ist der Gesamtpreis unter Berücksichtigung der Grundgebühr, des Preises pro kWh, der Boni, der Preisbindungsdauer und der Kündigungsbedingungen.
So vergleichen Sie Tarife
Prüfen Sie folgende Punkte:
- Arbeitspreis – Preis pro verbrauchter kWh;
- Grundpreis – eine feste monatliche oder jährliche Gebühr;
- Preisgarantie – gibt es eine Preisgarantie und was genau deckt sie ab;
- Mindestlaufzeit – Mindestvertragsdauer;
- Kündigungsfrist — Frist für die Kündigung;
- Bonus oder Cashback – wann wird er ausgezahlt und unter welchen Bedingungen verfällt er;
- Abschlag – monatliche Vorauszahlung;
- Ökogas oder klimafreundliche Optionen – falls Ihnen das wichtig ist.
Bonuszahlungen sind nur dann sinnvoll, wenn Sie die Bedingungen verstehen. Manchmal wird ein Tarif mit einem hohen Bonus ab dem zweiten Jahr teuer; vergleichen Sie daher nicht nur die erste Zahlung, sondern auch die Gesamtkosten nach Ablauf des Bonuszeitraums.
Online-Vergleichsportal, Anbieter direkt oder Vermittler
Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Vertrag abzuschließen:
- direkt auf der Website des Gasversorgers;
- über einen Online-Tarifvergleich;
- über einen Berater oder einen Vermittlungsdienst, zum Beispiel ComComfort;
- über den derzeitigen Grundversorger, sofern dieser einen passenden Sondervertrag anbietet.
Vergleichsportale sind praktisch für einen schnellen Vergleich, aber die Bedingungen für Boni und Vertragsverlängerungen sollten Sie im Vertrag selbst nachlesen und nicht nur im Werbeblock. Wenn Sie den Vertrag über einen Vermittler abschließen, prüfen Sie, wer genau Vertragspartner ist, wie die Dienstleistung bezahlt wird, ob eine Provision für den Kunden anfällt und wer Ihnen bei Streitigkeiten mit dem Anbieter hilft.
Was ist vor der Unterzeichnung zu prüfen?
Speichern Sie vor dem Absenden des Antrags die Bedingungen als PDF oder Screenshot und überprüfen Sie:
- Stimmt die Adresse des Lieferpunkts überein?
- Ist die Zählernummer korrekt angegeben?
- ab welchem Datum die Lieferung beginnt;
- Übernimmt der neue Anbieter die Kündigung des alten Vertrags?
- ob es möglicherweise zu einer Doppelzahlung kommt;
- Wie wird der erste Abschlag berechnet?;
- wann die Vertragsbestätigung eintrifft;
- Wie man den Zählerstand übermittelt.
Wenn Sie bereits in der Grundversorgung sind, ist der Wechsel in der Regel einfacher: Der neue Anbieter leitet den Wechselprozess oft selbst ein. Wenn Sie einen laufenden Sondervertrag haben, prüfen Sie zunächst das Ablaufdatum der Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist.
Häufige Fehler
- Schließen Sie einen Tarifvertrag nicht nur wegen eines Bonus ab, ohne den Preis ab dem zweiten Jahr zu prüfen.
- Den ungefähren Verbrauch zu niedrig anzugeben und nach der Jahresabrechnung eine hohe Nachzahlung zu erhalten.
- Notieren Sie sich den Zählerstand zum Einzugstermin oder zum Wechsel des Anbieters.
- Nicht prüfen, wer für die Kündigung des alten Vertrags verantwortlich ist.
- Ignorieren Sie Schreiben über Preiserhöhungen oder Änderungen des Abschlags.
Wenn ein Problem auftritt
Bei Streitigkeiten mit dem Versorger sollten Sie sich zunächst schriftlich an den Kundendienst wenden und den Schriftverkehr aufbewahren. Wenn es um einen Fehler in der Rechnung, einen fehlerhaften Wechsel, eine strittige Kündigung oder eine drastische Erhöhung des Abschlags geht, können Sie sich an die Verbraucherzentrale wenden. Bei Fragen zu den Regeln der Grundversorgung, zum Anbieterwechsel und zu Verbraucherrechten sind die Seiten der Bundesnetzagentur hilfreich.
Kurze Checkliste
- Klären Sie, ob Sie einen separaten Gasvertrag benötigen.
- Notieren Sie sich den Zählerstand und das Einzugsdatum.
- Ermitteln Sie den Jahresverbrauch oder nehmen Sie eine vorsichtige Schätzung vor.
- Vergleichen Sie Grundversorgung und Sondervertrag.
- Prüfen Sie den Arbeitspreis, den Grundpreis, die Preisgarantie, die Laufzeit und die Kündigungsfrist.
- Berücksichtigen Sie den Bonus erst, wenn Sie die Bedingungen für dessen Auszahlung gelesen haben.
- Bewahren Sie die Vertragsbedingungen auf, bevor Sie einen Antrag stellen.
- Geben Sie bei einem Anbieterwechsel die Zählerstände weiter.