So lassen Sie ein Auto in Deutschland zulassen: Unterlagen, Schritte und Kosten

So lassen Sie ein Auto in Deutschland zulassen: Unterlagen, Schritte und Kosten

Wenn Sie [[Buying A Car In Germany [How-To Guide] | ein Auto in Deutschland gekauft haben]], müssen Sie es versichern, bei der Kfz-Zulassungsstelle anmelden und für die Kfz-Steuer registrieren lassen. Ohne Zulassung erhält das Fahrzeug keine gültigen Kennzeichen und darf nicht regulär am Straßenverkehr teilnehmen.

In der Regel umfasst der Vorgang fünf Schritte: den TÜV-Bericht prüfen, einen Termin bei der Behörde vereinbaren oder das Verfahren online abwickeln, die eVB-Nummer von der Versicherung einholen, die Kennzeichen vorbereiten und die Unterlagen einreichen. Für die Zulassung benötigen Sie eine Adresse in Deutschland; ein Führerschein ist für die Zulassung an sich in der Regel nicht erforderlich.

Wenn Sie aus einem anderen EU-Land zuziehen und ein Auto mitbringen, hängt die Regelung von der Aufenthaltsdauer und dem Status des Fahrzeugs ab. Bei einem Umzug für einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten muss das Fahrzeug in der Regel in Deutschland zugelassen werden; die aktuellen Einzelheiten sollten Sie am besten anhand der EU-Vorschriften und bei Ihrer örtlichen Zulassungsstelle überprüfen.

Kurz zusammengefasst: Was Sie für die Zulassung eines Fahrzeugs benötigen

Schritt Was ist zu tun? Was erhalten Sie?
1 Gültige Hauptuntersuchung (HU) prüfen HU-Bericht oder Bestätigung der gültigen Hauptuntersuchung
2 Termin bei der Kfz-Zulassungsstelle vereinbaren oder i-Kfz prüfen Termin oder Zugang zum Online-Antrag
3 Pflichtversicherung abschließen eVB-Nummer
4 Kennzeichen vorbereiten Zwei Kennzeichen, auf Wunsch mit einer reservierten Kombination
5 Unterlagen einreichen und Gebühren bezahlen Zulassungsbescheinigung Teil I, Vermerke und Plomben an den Kennzeichen

Schritt 1. Überprüfen Sie die HU

Für ein Gebrauchtfahrzeug ist eine gültige Hauptuntersuchung erforderlich – oft im Sprachgebrauch einfach als TÜV bezeichnet. Die Prüfung wird nicht nur von TÜV-Organisationen durchgeführt, sondern auch von DEKRA, KÜS, GTÜ und anderen anerkannten Prüfstellen.

Wenn Sie einen Gebrauchtwagen mit gültiger HU kaufen, ist eine neue Prüfung allein zum Zweck der Zulassung in der Regel nicht erforderlich. Wichtig ist, dass der Verkäufer Ihnen die Bescheinigung über die letzte Prüfung sowie die übrigen Fahrzeugpapiere übergibt.

Für normale Personenkraftwagen gilt folgende Grundregel:

  • Ein Neuwagen muss erstmals 36 Monate nach der Erstzulassung zur Hauptuntersuchung (HU) vorgeführt werden;
  • Anschließend wird die Überprüfung in der Regel alle 24 Monate wiederholt;
  • Für Taxis, Nutzfahrzeuge, schwere Kraftfahrzeuge und bestimmte Fahrzeugklassen können andere Regelungen gelten.

Die Kosten für die HU hängen von der Region, der Prüfstelle, dem Fahrzeugtyp und davon ab, ob eine Abgasuntersuchung enthalten ist. Orientieren Sie sich daher in diesem Artikel besser nicht an alten Festbeträgen, sondern an der aktuellen Preisliste der von Ihnen gewählten Prüfstelle.

Schritt 2. Vereinbaren Sie einen Termin bei der Zulassungsstelle oder prüfen Sie die Angaben auf i-Kfz

Die übliche Zulassung erfolgt über die örtliche Zulassungsbehörde: die Kfz-Zulassungsstelle oder die Zulassungsbehörde. Am besten suchen Sie auf der Website der Stadt oder des Landkreises nach folgenden Begriffen:

  • Neuzulassung oder Zulassung eines fabrikneuen Fahrzeugs – für ein neues Fahrzeug;
  • Umschreibung eines Fahrzeugs mit Halterwechsel – für ein Gebrauchtfahrzeug mit neuem Halter;
  • Wiederzulassung – für die erneute Zulassung.

In vielen Städten sind freie Termine schnell vergeben, daher lohnt es sich, die Terminvergabe direkt nach dem Autokauf und dem Erhalt der eVB-Versicherungsnummer zu prüfen. In Großstädten können der Ablauf und die Liste der erforderlichen Unterlagen leicht variieren; orientieren Sie sich daher an der Seite Ihrer jeweiligen Zulassungsstelle.

Kann man ein Auto online zulassen?

In Deutschland gibt es das Online-Zulassungsportal i-Kfz. Über dieses Portal können Sie bestimmte Vorgänge online erledigen: Zulassung, Abmeldung, Wiederzulassung, Umschreibung mit oder ohne Halterwechsel sowie bestimmte Arten von Sonderkennzeichen.

Allerdings ist i-Kfz nicht in allen Fällen verfügbar. In der Regel sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • deutscher Personalausweis, eID-Karte oder elektronischer Aufenthaltsausweis (eAT) mit aktiver eID-Funktion und PIN;
  • AusweisApp oder ein geeigneter Kartenleser;
  • IBAN für die Zahlung;
  • eVB der Versicherung;
  • gültige Hauptuntersuchung (HU), sofern erforderlich;
  • Fahrzeugpapiere mit Sicherheitscodes: Für einige Verfahren ist das Ausstellungsdatum der „Zulassungsbescheinigung Teil I“ nach dem 01.01.2015 wichtig, für andere das der „Teil II“ nach dem 01.01.2018;
  • einen Drucker für die vorläufige Zulassungsbescheinigung, falls das Verfahren dies erfordert.

Die Verfügbarkeit von i-Kfz hängt vom Bundesland und der jeweiligen lokalen Behörde ab. Wenn das Online-Portal Ihrer Zulassungsstelle den gewünschten Vorgang nicht unterstützt, müssen Sie persönlich vorstellig werden.

Schritt 3. Schließen Sie eine Versicherung ab und beantragen Sie die eVB

Für die Zulassung benötigen Sie mindestens einen Vertrag über die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung. Ohne diesen wird die Zulassungsstelle das Fahrzeug nicht zulassen.

Nach Abschluss des Versicherungsvertrags stellt der Versicherer eine elektronische Versicherungsnummer (eVB-Nummer) aus. Dabei handelt es sich nicht um eine Papierpolice, sondern um einen Code, anhand dessen die Behörde erkennen kann, dass für das Fahrzeug eine Pflichtversicherung besteht. Zusätzlich können Sie eine Teilkasko oder eine Vollkasko abschließen, für die Zulassung reicht jedoch die Pflichtversicherung aus.

Achten Sie bei der Auswahl einer Versicherung auf Folgendes:

  • das Datum des Vertragsbeginns;
  • die Richtigkeit der Angaben zum Halter und zum Fahrzeug;
  • Versicherungsschutz für junge Fahrer oder zusätzliche Fahrer;
  • Selbstbeteiligung, falls Sie eine Vollkaskoversicherung abschließen;
  • Ablauf der Kündigung, wenn das Fahrzeug bei einem Händler gekauft und die Versicherung im Voraus abgeschlossen wird.

Schritt 4. Bereiten Sie die Kennzeichen vor

In Deutschland muss ein Auto in der Regel zwei Kennzeichen haben: vorne und hinten. Die Kennzeichen beginnen mit dem Code der Stadt oder des Bezirks, in dem das Fahrzeug zugelassen ist, zum Beispiel B für Berlin, M für München, HH für Hamburg, F für Frankfurt, D für Düsseldorf oder S für Stuttgart.

Sie können versuchen, die gewünschte Kombination über die Website Ihrer Zulassungsstelle zu reservieren. Nach dem Ortscode wählt man in der Regel einen oder zwei Buchstaben und mehrere Ziffern aus, sofern die Kombination frei ist und nicht durch örtliche Vorschriften verboten ist.

Kennzeichen können Sie im Voraus online bestellen oder in der Nähe der Zulassungsstelle kaufen. Die Online-Bestellung ist oft günstiger, aber es ist wichtig, dass Sie die Kennzeichen erst bestellen, wenn Sie die verfügbaren Kombinationen und die Anforderungen für Ihre Zulassung genau kennen.

Schritt 5. Reichen Sie die Unterlagen bei der Zulassungsstelle ein

Bei der Anmeldung prüft der Sachbearbeiter die Unterlagen, nimmt die Zahlung entgegen, gibt die Daten in das System ein und händigt Ihnen die Zulassungsunterlagen aus. Anschließend werden die Kennzeichen mit den Stadtplomben und der TÜV-Plakette versehen.

Welche Unterlagen werden in der Regel benötigt?

Die genaue Liste hängt von der Stadt, dem Fahrzeugtyp und der Situation ab, aber für eine Standardzulassung werden meist folgende Unterlagen benötigt:

  1. Reisepass, deutscher Personalausweis oder Aufenthaltsgenehmigung;
  2. eine Bescheinigung über die Anmeldung Ihres Wohnsitzes – die Meldebescheinigung, sofern diese von der Behörde verlangt wird;
  3. die elektronische Versicherungsnummer eVB;
  4. Zulassungsbescheinigung Teil II – der ehemalige Fahrzeugbrief;
  5. für ein Gebrauchtfahrzeug: Zulassungsbescheinigung Teil I – früher Fahrzeugschein – oder Abmeldebescheinigung;
  6. Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung (HU);
  7. für Neuwagen: Konformitätsbescheinigung („COC-Papiere“);
  8. IBAN und SEPA-Einzugsermächtigung für die Abbuchung der Kfz-Steuer;
  9. Kennzeichen, sofern diese bereits angefertigt wurden;
  10. Vollmacht, falls die Zulassung durch eine andere Person erfolgt.

Bei importierten Fahrzeugen ist die Liste umfangreicher: Möglicherweise werden ausländische Dokumente, ein Eigentumsnachweis, das COC, Zoll- oder Steuerunterlagen sowie eine Übersetzung benötigt. Solche Fälle sollten Sie am besten vorab mit der örtlichen Behörde klären.

Wie viel kostet die Zulassung eines Fahrzeugs?

Die Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, und es gibt keinen einheitlichen Betrag für ganz Deutschland. Für das Jahr 2026 ist es sinnvoll, Ihr Budget nicht anhand von Rechnungen aus früheren Jahren zu planen, sondern anhand der aktuellen Gebühren Ihrer Zulassungsstelle, der Kosten für die Kfz-Kennzeichen und der Versicherungsprämien.

Kosten Was beeinflusst die Höhe
Verwaltungsgebühr für die Zulassung Stadt, Art des Vorgangs, persönliche oder Online-Abwicklung
Reservierung des gewünschten Kennzeichens örtliche Tarife und Reservierungsfrist
Anfertigung von Kfz-Kennzeichen Online-Bestellung oder Geschäft in der Nähe der Behörde
Umweltplakette Braucht man eine Umweltplakette und wo wird sie ausgestellt?
HU Fahrzeugtyp, Region, durchführende Stelle und Umfang der Prüfung
Versicherung Fahrpraxis, Schadenfreiheitsklasse, Fahrzeug, Versicherungsschutz und Selbstbehalt
Kfz-Steuer Hubraum, CO₂-Emissionen, Kraftstoffart und Datum der Erstzulassung

Für die Zulassung selbst, ohne Versicherung und Kfz-Steuer, fallen in der Regel einige Dutzend Euro an, doch der Gesamtbetrag steigt durch die Kennzeichen, die Hauptuntersuchung und den Versicherungsvertrag deutlich an. Die Kfz-Steuer wird separat berechnet und vom Zollamt per SEPA-Einzugsermächtigung abgebucht.

Häufige Fehler bei der Zulassung

  • Die falsche Dienstleistung auswählen: zum Beispiel „Neuzulassung“ statt „Umschreibung“.
  • Sie kommen ohne eVB oder mit einer eVB, die noch nicht aktiv ist.
  • Bestellen Sie die Kennzeichen, bis die gewünschte Kombination bestätigt ist.
  • Die Zulassungsbescheinigung Teil II oder das COC für ein Neufahrzeug vergessen.
  • Die HU-Frist bei einem Gebrauchtwagen nicht zu überprüfen.
  • Rechnen Sie nicht mit der Möglichkeit, per Kreditkarte zu bezahlen: Viele Behörden akzeptieren Girocard oder Bargeld, die Zahlungsmöglichkeiten variieren jedoch je nach Ort.
  • Die Regelungen für eine Vollmacht sind nicht näher zu erläutern, wenn das Fahrzeug nicht vom Eigentümer selbst zugelassen wird.

Fazit

Die Zulassung eines Fahrzeugs in Deutschland wirkt bürokratisch, lässt sich aber leicht nachvollziehen, wenn man Schritt für Schritt vorgeht: HU, Eintragung oder i-Kfz, eVB, Kennzeichen, Unterlagen und Bezahlung. Die häufigsten Verzögerungen entstehen nicht durch das Verfahren selbst, sondern durch fehlende Unterlagen, falsche Eintragungen oder ungeeignete Kennzeichen.

Nach der Zulassung erhalten Sie die Zulassungsunterlagen sowie die Plaketten für die Kennzeichen und dürfen legal auf die Straße fahren – auch auf die [[Deutsche Autobahn [Ein ausführlicher Leitfaden für Einsteiger] | deutsche Autobahn]].