So erhalten Sie eine SCHUFA-Auskunft in Deutschland: kostenlose Datenkopie und Auskunft für die Wohnungssuche

So erhalten Sie eine SCHUFA-Auskunft in Deutschland: kostenlose Datenkopie und Auskunft für die Wohnungssuche

Die SCHUFA wird in Deutschland nicht nur für Kredite benötigt. Sie wird häufig bei der Wohnungsanmietung, beim Abschluss bestimmter Bankprodukte, bei Ratenzahlungen oder bei Telekommunikationsverträgen verlangt. Wenn Sie kürzlich umgezogen sind, ist es wichtig, den Unterschied zwischen der kostenlosen Datenkopie zur persönlichen Datenprüfung und dem kostenpflichtigen SCHUFA-BonitätsCheck / SCHUFA-BonitätsAuskunft zu verstehen, den Sie dem Vermieter vorlegen können.

Was ist die SCHUFA?

Die SCHUFA Holding AG ist die größte deutsche Kreditauskunftei. Der Name leitet sich von der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ab. Das Unternehmen sammelt Daten zu vertraglichen Verpflichtungen und zum Zahlungsverhalten: Bankkonten, Kredite, Kreditkarten, Mobilfunkverträge, Ratenzahlungen sowie überfällige oder strittige Forderungen.

Wenn ein Vermieter, eine Bank oder ein Dienstleister eine SCHUFA-Auskunft anfordert, möchte er in der Regel das Ausfallrisiko einschätzen. Wichtig: Die SCHUFA speichert keine Angaben zu Gehalt, Vermögen, Beruf, Familienstand, Nationalität, politischer Einstellung oder Religion. In der Auskunft werden vor allem Daten zum Vertrags- und Zahlungsverhalten erfasst.

Ein Eintrag bei der SCHUFA entsteht oft schon nach den ersten Schritten in Deutschland: [[Anmeldung in Deutschland [So melden Sie Ihre Adresse an] | Adressanmeldung]], Eröffnung eines Bankkontos, Abschluss eines Mobilfunkvertrags, eines Kredits, einer Kreditkarte oder eines Ratenkaufs. Wenn Sie gerade erst angekommen sind, liegen der SCHUFA möglicherweise noch nicht genügend Daten vor. Daher ist es in der Regel sinnvoll, vor der Beantragung einer Bonitätsauskunft für eine Mietwohnung einige Wochen nach Abschluss der ersten Verträge und der Anmeldung abzuwarten.

Welche SCHUFA-Auskunft wird in verschiedenen Situationen benötigt?

Bei der SCHUFA gibt es verschiedene Formate, die man nicht verwechseln sollte.

Situation Was anfordern Darf an Dritte weitergegeben werden
Prüfen, welche Daten über Sie gespeichert sind Datenkopie gemäß Art. 15 DSGVO Nein, dies ist eine detaillierte Kopie Ihrer personenbezogenen Daten für Sie selbst
Sich um eine Wohnung bewerben SCHUFA-BonitätsCheck oder SCHUFA-BonitätsAuskunft Ja, dieses Dokument dient zum Nachweis der Zahlungsfähigkeit
Dokument dringend dem Mieterantrag beifügen Digitaler BonitätsCheck Ja, wenn der Vermieter die digitale Variante akzeptiert

So erhalten Sie die SCHUFA kostenlos

Die kostenlose Variante heißt Kopie der personenbezogenen Daten nach Art. 15 DS-GVO oder einfach Datenkopie. Sie kann über das Portal „meineSCHUFA“ angefordert werden. Ein solcher Bericht zeigt, welche personenbezogenen Daten die SCHUFA speichert, woher sie stammen und an wen sie weitergegeben wurden.

In der Regel werden bei der Anfrage persönliche Daten und die Adresse angegeben. Zur Identifizierung können eine Kopie des Reisepasses und ein Nachweis der Anmeldung, zum Beispiel [[Anmeldung in Deutschland [So melden Sie Ihren Wohnsitz an] | Meldebescheinigung]], verlangt werden. Die Antwort kommt nicht in Form eines ansprechenden Zertifikats für die Wohnungssuche, sondern als detaillierte Kopie der Daten. Daher eignet sie sich besser zur Selbstüberprüfung: um Fehler, alte Adressen, falsche Einträge oder Anfragen von Unternehmen zu finden.

Wenn die Datenkopie einen Fehler enthält, kann man diesen bei der SCHUFA und gegebenenfalls bei dem Unternehmen, das die falschen Angaben übermittelt hat, beanstanden. Für die Anmietung einer Wohnung ist dieses Dokument in der Regel nicht geeignet: Es enthält mehr personenbezogene Daten, als der Vermieter benötigt.

So erhalten Sie eine SCHUFA-Auskunft für die Wohnungssuche

Für eine Anmietung wird meist ein Dokument benötigt, das die Zahlungsfähigkeit bestätigt, ohne unnötige Details preiszugeben. Auf der offiziellen Website der SCHUFA ist dies die SCHUFA-Bonitätsauskunft oder der digitale SCHUFA-BonitätsCheck. Für das Jahr 2026 ist der offizielle digitale BonitätsCheck für 29,95 Euro erhältlich; die Bonitätsauskunft in Papierform wird auf der SCHUFA-Website ebenfalls mit einem Preis von 29,95 Euro angegeben.

Die kostenpflichtige Variante kann der Bewerbungsmappe für eine Wohnung beigefügt, an den Vermieter geschickt oder bei einer Wohnungsbesichtigung vorgelegt werden. Wenn Sie das Dokument dringend benötigen, ist die digitale Variante zum Herunterladen nach der Identifizierung praktischer. Falls der Vermieter ausdrücklich das Original in Papierform verlangt, überprüfen Sie das Format auf der Bestellseite der SCHUFA.

Der Dienst ImmobilienScout24 bietet ebenfalls einen BonitätsCheck für Mieter an. Dies ist eine nützliche Option, wenn Sie über ImmobilienScout24 eine Wohnung suchen und das Dokument direkt Ihrer Bewerbung beifügen möchten. Prüfen Sie vor der Bezahlung die aktuellen Konditionen: Abonnements, enthaltene Auskünfte und der Preis können sich ändern.

Was tun, wenn noch keine SCHUFA-Auskunft vorliegt?

Neuankömmlinge stehen oft vor folgendem Problem: Für eine langfristige Mietwohnung wird eine SCHUFA-Auskunft benötigt, aber in Deutschland hat sich noch keine Bonitätshistorie gebildet. Das ist normal, insbesondere wenn Sie gerade erst angekommen sind und noch kein Konto eröffnet oder keine Verträge abgeschlossen haben.

Was Sie tun können:

  1. Erledigen Sie zunächst die Anmeldung, die Eröffnung eines Bankkontos und die Abschluss der grundlegenden Verträge und fordern Sie dann nach einigen Wochen die Auskunft an.
  2. Suchen Sie zu Beginn nach einer vorübergehenden Unterkunft, bei der keine deutsche Bonitätshistorie verlangt wird: möblierte Wohnungen, Serviced Apartments, Zimmer in einer WG (Wohngemeinschaft) oder Kurzzeitmieten.
  3. Halten Sie alternative Nachweise für Ihre Zahlungsfähigkeit bereit: Arbeitsvertrag, aktuelle Kontoauszüge, Stipendienbescheinigung, Bürgschaft, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des vorherigen Vermieters, falls vorhanden.
  4. Erklären Sie dem Vermieter ehrlich, dass Sie erst seit kurzem in Deutschland sind und Ihre SCHUFA-Auskunft daher noch leer ist oder noch nicht vorliegt.

Diese Dokumente können die SCHUFA nicht immer vollständig ersetzen. Auf dem umkämpften Mietmarkt entscheidet der Vermieter selbst, welche Nachweise er akzeptiert.

Welcher SCHUFA-Score gilt als gut?

Die SCHUFA verwendet verschiedene Scoring-Modelle und branchenspezifische Bewertungen. In populärwissenschaftlichen Artikeln findet man häufig folgende Richtwerte: etwa 95 % und mehr gelten als gut, etwa 97 % und mehr als sehr gut. Dies ist eine nützliche grobe Skala, aber keine allgemeingültige Regel für jede Bank oder jeden Vermieter.

Man sollte den Prozentsatz nicht als einzigen entscheidenden Faktor betrachten. Für eine Anmietung sind in der Regel auch das Einkommen, die Beschäftigungsstabilität, die Vollständigkeit der Unterlagen, das Fehlen negativer Einträge und die Schnelligkeit der Antragstellung wichtig. Für eine Bank können eigene interne Kriterien von Bedeutung sein, die nicht mit der Bewertung des Vermieters übereinstimmen.

So bewahren Sie sich in Deutschland eine gute Bonität

Das Grundprinzip ist einfach: weniger Chaos bei Finanzverträgen und keine Zahlungsrückstände.

  • Bezahlen Sie Rechnungen, Kredite, Miete, Mobilfunkrechnungen und Ratenzahlungen pünktlich.
  • Eröffnen Sie nicht unnötig viele Bankkonten und Kreditkarten.
  • Schließen Sie nicht genutzte Konten und Karten, wenn Sie diese nicht mehr benötigen.
  • Stellen Sie nicht zu viele Anträge auf Kredite und Kreditkarten hintereinander.
  • Überprüfen Sie einmal im Jahr die Datenkopie und lassen Sie Fehler korrigieren.
  • Sollte es zu einem Zahlungsverzug gekommen sein, klären Sie diesen so schnell wie möglich mit dem Kreditgeber und bitten Sie ihn, die Angaben bei der SCHUFA nach der Begleichung zu aktualisieren.
  • Bewahren Sie Unterlagen über die Abwicklung von Krediten, Konten und strittigen Forderungen auf.

Einzelne Ratschläge wie „nicht zu oft umziehen“ sind häufig zu hören, doch ihre Auswirkungen lassen sich ohne Kontext nur schwer einschätzen. Konzentrieren Sie sich lieber auf die überprüfbaren Aspekte: keine offenen Forderungen, korrekte Daten und eine nachvollziehbare Finanzhistorie.

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Häufige Fragen

Kann man dem Vermieter eine kostenlose Datenkopie schicken?

Technisch gesehen können Sie zwar jedes Dokument vorlegen, dies ist jedoch nicht empfehlenswert. Die Datenkopie enthält detaillierte personenbezogene Daten und ist für Ihre eigene Überprüfung bestimmt. Für eine Mietanmeldung sollten Sie besser den BonitätsCheck oder die BonitätsAuskunft verwenden.

Wie lange dauert es, bis die SCHUFA-Auskunft nach einem Umzug vorliegt?

Es gibt keine einheitliche Frist. Wenn Sie sich gerade erst angemeldet haben und noch keine Verträge abgeschlossen haben, kann die Auskunft leer sein. Nach der Anmeldung, der Eröffnung eines Bankkontos und den ersten Verträgen sollten Sie dem System Zeit geben, die Daten zu aktualisieren.

Bedeutet eine schlechte SCHUFA immer eine Ablehnung des Mietantrags?

Nein, aber das Risiko einer Ablehnung ist höher. Alles hängt vom Grund des Eintrags, der Aktualität der Daten, dem Einkommen, der Konkurrenz um die Wohnung und den Anforderungen des jeweiligen Vermieters ab.

Kann ein falscher Eintrag gelöscht werden?

Ja, wenn ein Eintrag fehlerhaft oder veraltet ist, kann man ihn anfechten. Wenden Sie sich zunächst an die SCHUFA und an das Unternehmen, das die Daten übermittelt hat. Bewahren Sie den Schriftverkehr sowie Zahlungsbelege oder Bestätigungen über die Kündigung des Vertrags auf.

Fazit

Für die persönliche Datenprüfung nutzen Sie die kostenlose Datenkopie. Für die Anmietung einer Wohnung wird meist der kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsCheck oder die SCHUFA-BonitätsAuskunft benötigt, die Sie dem Vermieter vorlegen können. Neuzugänge in Deutschland sollten im Voraus alternative Unterlagen zusammenstellen, da sich die Bonitätshistorie nicht bereits am Tag des Umzugs bildet, sondern erst nach den ersten Verträgen und der Aktualisierung der Daten bei der SCHUFA.