Was muss in Deutschland unbedingt im Auto vorhanden sein?
In einem Pkw muss der Fahrer in Deutschland mindestens drei vorgeschriebene Gegenstände mitführen: einen Verbandskasten, ein Warndreieck und eine Warnweste. Diese Gegenstände dienen nicht nur der Formalität: Bei einem Unfall oder einer Panne ist der Fahrer verpflichtet, die Unfallstelle zu sichern und gegebenenfalls Erste Hilfe zu leisten.
Pflichtausstattung im Fahrzeug
Die Vorschriften sind in der deutschen Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) – StVZO – festgelegt. Für eine normale Fahrt in Deutschland sollten Sie überprüfen, ob Folgendes im Fahrzeug vorhanden ist:
| Was muss vorhanden sein? | Was ist zu beachten? |
|---|---|
| Erste-Hilfe-Kasten | Der Kasten muss der aktuellen DIN 13164 entsprechen und gebrauchsfertig sein. |
| Warndreieck | Muss griffbereit und funktionsfähig sein, damit es bei einem Unfall oder einer Panne schnell aufgestellt werden kann. |
| Warnweste | Für Personenkraftwagen ist in Deutschland mindestens eine Warnweste vorgeschrieben; praktischerweise sollten Sie jedoch für jede Person im Fahrzeug eine Warnweste bereithalten. |
Für Motorräder und Motorroller gelten gesonderte Ausnahmen, daher bezieht sich diese Checkliste in erster Linie auf Personenkraftwagen und andere mehrrädrige Fahrzeuge.
Verbandskasten
Der Erwerb des Führerscheins in Deutschland ist mit einem Erste-Hilfe-Kurs verbunden: Dort wird erklärt, wie man sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte verhält und wie man die Materialien aus dem Verbandskasten verwendet.
Ein originalverpackter deutscher Verbandskasten.
Für den Fahrer sind drei praktische Überprüfungen wichtig:
- auf der Verpackung oder der Beilage ist DIN 13164 angegeben;
- das Verfallsdatum der sterilen Materialien ist noch nicht abgelaufen;
- ein vollständiger Verbandskasten, einschließlich Mund-Nasen-Schutz, Verbandmaterial, Handschuhe, Schere, Rettungsdecke und einer Erste-Hilfe-Anleitung.
Sie sollten den Verbandskasten nicht aus beliebigen medizinischen Artikeln zusammenstellen. Ein fertiges Set mit der Kennzeichnung DIN 13164 lässt sich beim Kauf und bei einer Polizeikontrolle leichter überprüfen. Wenn das Verfallsdatum abgelaufen ist oder ein Teil des Inhalts verbraucht wurde, sollten Sie das Set am besten ersetzen oder mit Originalmaterialien auffüllen.
Warndreieck
Das Warndreieck dient dazu, andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor einem stehenden Fahrzeug zu warnen. Es ergänzt die Warnblinkanlage, ersetzt diese jedoch nicht.

Das Warndreieck mit reflektierenden Streifen muss aufgestellt werden, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen.
Bei einer Panne oder einem Verkehrsunfall gehen Sie wie folgt vor:
- Schalten Sie die Warnblinkanlage ein.
- Ziehen Sie eine Warnweste an, bevor Sie die Fahrbahn betreten.
- Steigen Sie nach Möglichkeit auf der sicheren Seite aus.
- Stellen Sie das Warndreieck so auf, dass herannahende Fahrer rechtzeitig reagieren können.
- Begeben Sie sich an einen sicheren Ort und rufen Sie Hilfe.
Die Richtwerte für den Abstand hängen von der Straße und der Sichtverhältnisse ab:
- in der Stadt – etwa 50 Meter;
- auf Landstraßen – etwa 100 Meter;
- auf der Autobahn – etwa 150–400 Meter, bei hoher Geschwindigkeit oder schlechter Sicht besser noch weiter.
Wenn die Unfallstelle nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet wurde, kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Höhe des Bußgeldes haben, sondern auch auf die Haftungsklärung nach einem Verkehrsunfall. Die Versicherung kann prüfen, ob der Fahrer die Vorgehensweise nach einer Panne oder einem Unfall in Deutschland eingehalten hat.
Warnweste
Gemäß § 53a StVZO muss sich im Fahrzeug eine Warnweste befinden. In Deutschland reicht eine vorgeschriebene Warnweste pro Fahrzeug aus, doch im Alltag ist es sinnvoller, für jeden Insassen eine eigene Warnweste bereitzuhalten.

Eine standardmäßige orangefarbene Warnweste für den Fall eines Unfalls oder einer Panne.
Achten Sie beim Kauf auf die Kennzeichnung EN ISO 20471 oder die frühere Norm EN 471. Zulässige Warnfarben sind in der Regel Gelb, Orange oder Rot-Orange. Die Warnweste sollte nicht im Kofferraum unter den Koffern liegen, sondern dort, wo man sie vor dem Aussteigen griffbereit hat: in der Türtasche, im Handschuhfach oder unter dem Sitz.
Bußgelder bei Fehlen der vorgeschriebenen Ausrüstung
Bei einer Kontrolle muss der Fahrer in der Lage sein, die vorgeschriebenen Gegenstände vorzuweisen. Wenn ein Gegenstand zwar vorhanden ist, aber so verstaut ist, dass der Fahrer ihn nicht finden oder herausholen kann, kann dies genauso unangenehme Folgen haben wie sein Fehlen.
| Verstoß | Ungefähres Verwarnungsgeld |
|---|---|
| Kein vorschriftsmäßiger Verbandskasten | 5 Euro |
| Keine Warnweste | 15 Euro |
| Kein Warndreieck | 15 Euro |
Die Bußgelder sind gering, aber es macht keinen Sinn, an der Ausrüstung zu sparen: Bei einem Unfall sind diese Dinge wichtiger als bei einer gewöhnlichen Dokumentenkontrolle.
Was sonst noch nützlich ist, mitzuführen
Das Gesetz schreibt zwar nur das Nötigste vor, doch für Fahrten in Deutschland ist es praktischer, eine umfangreichere Ausstattung im Auto mitzuführen:
- einen Eiskratzer und eine Schneebürste;
- eine Parkscheibe;
- eine Taschenlampe;
- Handschuhe;
- ein Tuch oder Handtuch zum Entfeuchten beschlagener Scheiben;
- Abschleppseil;
- Gepäckgurte;
- eine Decke oder eine warme Decke für Fahrten im Winter;
- ein Ersatzrad, ein Reifenreparaturset oder Reifenreparaturmittel;
- Wagenheber und Radschlüssel, sofern diese zu Ihrem Fahrzeug passen;
- eine Luftpumpe oder eine Pumpe;
- Starthilfe für die Batterie;
- ein Vorrat an Trinkwasser;
- Motoröl, sofern das Fahrzeug welches verbraucht.
Ein Feuerlöscher gehört in Deutschland bei einem normalen Pkw in der Regel nicht zur vorgeschriebenen Ausrüstung, kann aber nützlich sein, wenn der Fahrer mit ihm umgehen kann und ihn sicher aufbewahrt.
Reiseunterlagen
Neben der Ausrüstung muss der Fahrer folgende Dokumente mitführen:
- einen Führerschein der entsprechenden Klasse ;
- Fahrzeugpapiere ;
- Angaben zu der Kfz-Versicherung , einschließlich der Versicherungsnummer und der Telefonnummer des Versicherers.
Vor einer längeren Fahrt empfiehlt es sich, eine kurze Überprüfung durchzuführen: Ist der Verbandskasten noch gültig, befindet sich das Warndreieck an seinem Platz, liegt die Warnweste griffbereit, sind die Fahrzeugpapiere im Auto und ist das Handy aufgeladen? Das dauert nur ein paar Minuten und erspart Ihnen Probleme bei einer Verkehrskontrolle oder im Pannenfall.