Was nach der Immatrikulation an einer deutschen Hochschule zu tun ist: Checkliste für die ersten Schritte

Was nach der Immatrikulation an einer deutschen Hochschule zu tun ist: Checkliste für die ersten Schritte

Die Zulassung an einer deutschen Hochschule ist nur der erste Schritt des Umzugs. Nach Erhalt des Zulassungsbescheids muss der Studierende schnell die praktischen Dinge regeln: eine Unterkunft finden, sich an der neuen Adresse anmelden, eine Versicherung abschließen, die Unterlagen für die Hochschule vorbereiten und den Alltag organisieren. Im Folgenden finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen hilft, in den ersten Wochen den Überblick zu behalten.

1. Überprüfen Sie das Zulassungsschreiben und die Fristen für die Immatrikulation

Lies den Zulassungsbescheid und die Schreiben der Universität aufmerksam durch. Darin ist in der Regel angegeben, bis zu welchem Datum die Immatrikulation erfolgen muss, welche Unterlagen im Portal hochgeladen werden müssen und wann der Semesterbeitrag zu entrichten ist.

Am häufigsten werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Reisepass und, falls zutreffend, Studentenvisum oder Aufenthaltstitel;
  • Nachweis der Schulbildung oder einer vorherigen Hochschulausbildung;
  • Nachweis der Sprachkenntnisse, falls die Hochschule diesen gesondert verlangt;
  • Nachweis einer Krankenversicherung;
  • Zahlungsbeleg für die Semestergebühr;
  • Foto für den Studentenausweis, falls man gebeten wird, dieses im Voraus hochzuladen.

Die Fristen variieren je nach Hochschule. Sollte sich die Bearbeitung eines Dokuments verzögern, sollte man sich besser noch vor Ablauf der Frist beim Studierendensekretariat oder beim International Office melden und nicht erst danach.

2. Beginnen Sie so früh wie möglich mit der Wohnungssuche

Die Wohnungssuche ist nach wie vor einer der schwierigsten Punkte für internationale Studierende. Ziehen Sie mehrere Optionen gleichzeitig in Betracht: Wohnheime des Studierendenwerks, Zimmer in Wohngemeinschaften (WGs), vorübergehende Unterkünfte für die ersten Wochen und private Wohnungen.

Achten Sie bei der Wohnungssuche auf Folgendes:

  • Ist eine Anmeldung unter dieser Adresse möglich?
  • Sind Heizkosten und Nebenkosten in der Warmmiete enthalten?
  • Wer ist als Vermieter angegeben und kann man eine Wohnungsgeberbestätigung erhalten?
  • Gibt es eine Mindestmietdauer, eine Kündigungsfrist und eine Kaution?
  • Ist der Standort hinsichtlich der Fahrzeit zum Campus geeignet?

Überweisen Sie die Kaution erst, nachdem Sie einen verständlichen Vertrag unterzeichnet und den Vermieter überprüft haben. Bei einer vorübergehenden Unterkunft ist es besonders wichtig, im Voraus zu klären, ob der Eigentümer eine Bescheinigung für die Anmeldung ausstellt.

3. Melden Sie sich bei der Wohnsitzbehörde an: Anmeldung

Nach dem Einzug in eine Wohnung in Deutschland muss man sich beim Bürgeramt, Einwohnermeldeamt oder Bürgerbüro anmelden. Generell gilt: Die Anmeldung muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug erfolgen. In Großstädten sind freie Termine möglicherweise nicht sofort verfügbar, daher lohnt es sich, frühzeitig nach einem Termin zu suchen und regelmäßig nach neuen Terminen zu schauen.

In der Regel werden folgende Patienten angenommen:

  • Reisepass;
  • das ausgefüllte Formular zur Anmeldung bei der Stadtverwaltung;
  • Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter oder der Person, die die Unterkunft zur Verfügung stellt;
  • gegebenenfalls ein Visum, einen Aufenthaltstitel oder zusätzliche Dokumente der Familie.

Der Mietvertrag allein ersetzt in der Regel nicht die Vermieterbescheinigung. Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Meldebescheinigung: Diese wird häufig für die Bank, die Versicherung, den Kontakt mit Behörden und andere alltägliche Formalitäten benötigt.

4. Klären Sie die Krankenversicherung vor Studienbeginn

Eine Krankenversicherung ist für ein Studium in Deutschland obligatorisch. Für die Immatrikulation an einer Hochschule ist in der Regel eine elektronische Bestätigung des Versicherungsstatus durch eine deutsche Krankenkasse oder eine Bescheinigung über die Befreiung von der Versicherungspflicht erforderlich, sofern Sie über einen anerkannten Versicherungsschutz aus einem anderen System verfügen.

Was Sie im Voraus prüfen sollten:

  • Wird Ihre derzeitige Krankenversicherung für ein Studium in Deutschland anerkannt?
  • Braucht man eine gesetzliche Krankenkasse oder eine private Krankenversicherung?
  • Wie leitet die Versicherung die Bestätigung an die Hochschule weiter?
  • Ab welchem Datum beginnt der Versicherungsschutz?

Wenn Ihre Situation ungewöhnlich ist – zum Beispiel, wenn Sie älter sind als das typische Studentenalter, bereits berufstätig sind oder mit einem Stipendium kommen –, sollten Sie sich vor der Immatrikulation bei der Hochschule und der Versicherung über die geltenden Regeln informieren.

5. Eröffnen Sie ein Konto und richten Sie die Zahlungen ein

Ein deutsches Bankkonto erleichtert die Bezahlung von Miete, Versicherung, Studiengebühren und regelmäßigen Zahlungen. Die Anforderungen der Banken variieren: In der Regel werden ein Reisepass, eine Adresse in Deutschland und manchmal eine Meldebescheinigung, ein Visum oder ein Aufenthaltstitel benötigt. Bei Online-Banken kann das Verfahren zur Identifizierung abweichen.

Achten Sie bei der Auswahl eines Kontos auf Folgendes:

  • die monatliche Gebühr und die Bedingungen des Studententarifs;
  • eine Girocard, eine Visa-Debitkarte oder eine Mastercard;
  • die Möglichkeit von SEPA-Überweisungen und Lastschrift;
  • Anforderungen an die Anschrift, die Unterlagen und den Aufenthaltsstatus;
  • Unterstützung auf Englisch oder in einer anderen Sprache Ihrer Wahl.

Die Girocard kann nach wie vor an einigen Orten nützlich sein, an denen internationale Karten nur eingeschränkt akzeptiert werden. Für Online-Einkäufe und Reisen ist es jedoch meist praktischer, eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte zu besitzen.

6. Kaufen Sie eine SIM-Karte und lassen Sie sich registrieren

Eine deutsche Telefonnummer wird für Bankgeschäfte, Lieferungen, die Kommunikation mit Vermietern und die Dienste der Universität benötigt. Eine Prepaid-SIM-Karte kann man im Supermarkt, am Kiosk, in einem Mobilfunkshop oder online kaufen, doch vor der Aktivierung werden die Angaben des Inhabers anhand eines Ausweises überprüft. Bei Verträgen sind die Laufzeit und die Kündigungsbedingungen wichtiger als bei Prepaid-Tarifen, daher sollte man die Bedingungen vor der Unterzeichnung sorgfältig lesen.

Vor dem Kauf prüfen:

  • Gibt es Mobilfunkempfang in der Wohngegend und auf dem Campus?
  • Wie viel mobiles Internet ist enthalten?;
  • Wie läuft die Identifizierung ab?
  • Ist es möglich, den Tarif ohne lange Bindungsfrist zu kündigen oder zu ändern?

7. Stellen Sie eine Mappe mit Unterlagen zusammen

In Deutschland werden viele Angelegenheiten über Briefe, Bescheinigungen und Nummern geregelt. Es ist praktisch, einen Ordner mit den Unterlagen in Papierform und eine gesicherte elektronische Kopie der Dokumente zu haben.

Das Nötigste:

  • Reisepass, Visum, Aufenthaltstitel oder Bescheinigung über die Anmeldung bei der Ausländerbehörde;
  • Zulassungsbescheid und Immatrikulationsunterlagen;
  • Meldebescheinigung;
  • Wohnungsgeberbestätigung und Mietvertrag;
  • Nachweis einer Krankenversicherung;
  • Kontoeröffnungsvereinbarung;
  • Steueridentifikationsnummer, sobald diese nach der Anmeldung per Post zugestellt wird;
  • Unterlagen zum Stipendium, zur Finanzierung oder zum gesperrten Konto, sofern diese auf Ihren Fall zutreffen.

Scans sollten besser getrennt von den Originalen aufbewahrt werden. Das ersetzt zwar nicht die Dokumente, hilft aber dabei, die Informationen im Falle eines Verlusts schneller wiederherzustellen.

8. Tauchen Sie in das Universitätsleben ein

In den ersten Wochen ist es sinnvoll, an den Orientierungstagen teilzunehmen und das International Office, die Fachschaft und die Bibliothek kennenzulernen. Dort wird in der Regel erklärt, wie der Stundenplan, die Prüfungen, die Lernplattformen, der Studentenausweis, Rabatte und die Semesterkarte funktionieren, sofern diese von Ihrer Hochschule oder Ihrem Bundesland angeboten werden.

Kurze Checkliste für die ersten Wochen

  • Den Studienplatz annehmen und sich fristgerecht immatrikulieren lassen.
  • Eine Unterkunft finden, bei der eine Anmeldung möglich ist.
  • Eine Wohnungsgeberbestätigung einholen.
  • Melden Sie sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Einwohnermeldebehörde an.
  • Eine Krankenversicherung abschließen oder bestätigen lassen.
  • Ein Bankkonto eröffnen und Daueraufträge einrichten.
  • Eine SIM-Karte kaufen und sich identifizieren lassen.
  • Bewahre alle Unterlagen sowohl in Papierform als auch elektronisch auf.
  • Nehmen Sie an den Einführungsveranstaltungen der Hochschule teil.

Häufige Fehler

  • Suchen Sie erst nach Ihrer Ankunft nach einer Unterkunft und rechnen Sie mit einem schnellen Vertragsabschluss.
  • Den Mietvertrag unterschreiben, ohne die Warmmiete, die Kaution und die Kündigungsfrist zu überprüfen.
  • Zu glauben, dass der Mietvertrag automatisch die Wohnungsgeberbestätigung ersetzt.
  • Die Krankenversicherung nicht bis zum letzten Tag der Immatrikulation aufschieben.
  • Die Bedingungen des Mobilfunkvertrags und des Banktarifs nicht lesen.
  • Ignoriere E-Mails von der Hochschule: Viele wichtige Benachrichtigungen werden genau dorthin gesendet.