Das Bildungssystem in Deutschland: Bildungsstufen, Schulen, Ausbildung und Hochschulen
Das Bildungssystem in Deutschland ist als aufeinander aufbauendes System aufgebaut: Vorschulbetreuung, Grundschule, verschiedene Formen der Sekundarstufe, berufliche Bildung, Hochschulbildung und Weiterbildung für Erwachsene. Der wesentliche Unterschied zu vielen anderen Ländern besteht darin, dass die Schulvorschriften von den Bundesländern festgelegt werden. Daher können das Eintrittsalter, die Schulformen, die Zeitpunkte des Abiturs und die Übergangsregelungen zwischen den Schulstufen in Berlin, Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Sachsen unterschiedlich sein.
Für eine Familie, die gerade erst nach Deutschland zieht, ist es am wichtigsten, nicht die Namen aller Einrichtungen zu kennen, sondern die Bildungswege zu verstehen: Wann beginnt die Schulpflicht, wie funktioniert die Grundschule, warum gehen die Kinder nach der Grundschule auf verschiedene Schultypen und welche Wege stehen nach der Hauptschule, der Realschule, dem Gymnasium oder der Gesamtschule offen.
Kurzer Überblick über die Bildungsstufen
| Stufe | Deutsche Bezeichnung | Was man wissen muss |
|---|---|---|
| Vorschulbetreuung | Elementarbereich, Kita, Kindergarten | Ist keine Schule, hilft aber bei der Sprache und der Sozialisierung. Ein Anspruch auf einen Platz besteht bereits ab dem frühen Kindesalter, die tatsächliche Verfügbarkeit und die Gebühren hängen jedoch von der Stadt und dem Bundesland ab. |
| Grundschule | Primarbereich, Grundschule | In der Regel Klassen 1–4, in Berlin und Brandenburg Klassen 1–6. Ab dieser Stufe gilt die Schulpflicht. |
| Sekundarstufe I | Der Weg zum Hauptschulabschluss, zur Mittleren Reife/Realschulabschluss oder zur Weiterführung bis zum Abitur. Die Schulformen hängen vom Bundesland ab. | |
| Sekundarstufe II | Sekundarstufe II | Gymnasiale Oberstufe, Berufsschule, Fachoberschule und weitere Wege zum Abitur, zur Fachhochschulreife oder zu einem Beruf. |
| Berufsausbildung | Ausbildung, Berufsschule | Das duale Modell verbindet die Arbeit im Betrieb mit dem Unterricht an der Berufsschule. |
| Hochschulbildung | Hochschule | Universität, Technische Universität/Hochschule, Hochschule für angewandte Wissenschaften/Fachhochschule und andere Hochschulen. |
| Erwachsenenbildung | Weiterbildung | Kurse, Fortbildungen, Zweitabschluss, berufliche Umschulung, Volkshochschule. |
Vorschulstufe: Kita, Kindergarten und Schulvorbereitung
Die Vorschulstufe wird als Elementarbereich bezeichnet. Dazu gehören Kindergärten Kindergarten, Krippen, Tagesbetreuungsgruppen und andere Formen von Kindertagesstätten – meist abgekürzt als Kita.
Die Kita ist keine Pflichtschule. Dennoch ist sie für Migrantenkinder oft der sanfteste Einstieg in das deutsche Umfeld: Das Kind hört jeden Tag die Sprache, lernt, in der Gruppe zu spielen, gewöhnt sich an Regeln und erhält eine grundlegende Vorbereitung auf die Schule, ohne formellen Unterricht am Schreibtisch.
Was Eltern unbedingt prüfen sollten:
- Ab welchem Alter werden Kinder in einer bestimmten Kita oder Kindertagespflege aufgenommen?
- Gibt es freie Plätze und eine Warteliste?
- Wie viele Betreuungsstunden pro Tag werden gewährt?
- wie hoch die Schulgebühren in der jeweiligen Stadt sind;
- ob Verpflegung, Zusatzstunden oder spezielle Programme separat bezahlt werden müssen; – Gibt es Sprachförderung – sprachliche Unterstützung vor der Einschulung?
In Deutschland besteht ein Anspruch auf vorschulische Betreuung für Kinder ab einem Jahr, und Kinder ab drei Jahren haben bis zum Schulbeginn Anspruch auf Tagesbetreuung. In der Praxis hängen Ort, Zeitplan und Kosten jedoch von der Gemeinde, dem Bundesland und der jeweiligen Einrichtung ab. Daher lässt sich die Aussage „Kindergarten in Deutschland ist kostenpflichtig“ oder „kostenlos“ nicht auf das gesamte Land anwenden: In der einen Stadt zahlen Eltern nur für die Verpflegung, in der anderen einen erheblichen monatlichen Beitrag.
Schulpflicht und der Beginn der Grundschule
Nach der Vorschulzeit wechselt das Kind in die „“ – eine deutsche Schule. In den meisten Fällen beginnt die Schulzeit etwa im Alter von sechs Jahren. Den genauen Geburtsmonat, das Datum der Einschulung, die Möglichkeit einer Einschulungsrückstellung sowie die Regelungen für Kinder, denen die deutsche Sprache noch Schwierigkeiten bereitet, legt das jeweilige Bundesland fest.
Ab diesem Zeitpunkt gilt die Schulpflicht in Deutschland. Staatliche Schulen erheben in der Regel keine Schulgebühren, aber Familien können für Verpflegung, Nachmittagsbetreuung, Ausflüge, Materialien oder Schulbedarf aufkommen.
Grundschule – die Grundschule. In den meisten Bundesländern umfasst sie die Klassen 1 bis 4. In Berlin und Brandenburg dauert die Grundschule bis zur 6. Klasse. Am Ende der Grundschule erhält die Familie eine Empfehlung für den weiteren Schulweg. In einigen Bundesländern hat diese Empfehlung einen stärkeren Einfluss auf die Schulwahl, in anderen haben die Eltern mehr Freiheit, doch Noten, die Entwicklung des Kindes und die Beratung durch die Lehrkräfte spielen dennoch eine große Rolle.
Sekundarstufe I: Verschiedene Wege nach der Grundschule
Nach der Grundschule beginnt die Sekundarstufe I. Das deutsche Schulsystem unterteilt die Kinder historisch gesehen nach Schultypen, doch das heutige Bild lässt sich nicht mehr nur auf die drei Begriffe Hauptschule, Realschule und Gymnasium reduzieren. In vielen Bundesländern sind Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen, Sekundarschulen, Oberschulen und andere Modelle entstanden, bei denen unterschiedliche Abschlussqualifikationen innerhalb einer Schule erworben werden können.
Hauptschule und der praktische Bildungsweg
Die Hauptschule oder funktional ähnliche Schulformen führen zum ersten Schulabschluss – dem Hauptschulabschluss. Dieser Bildungsweg ist in der Regel auf einen frühen Einstieg in einen praktischen Beruf und eine Ausbildung ausgerichtet.
Das bedeutet nicht, dass der Weg zur Hochschulbildung für immer versperrt ist. Durch gute Leistungen, eine zusätzliche Schule, ein Berufskolleg, eine Fachoberschule oder andere Wege kann man weiterkommen. Aber der Weg wird länger und erfordert aktive Planung.
Realschule und Mittlere Reife
Die Realschule führt zur Mittlere Reife oder zum Realschulabschluss. Dies ist ein mittlerer Schulabschluss, mit dem man häufig eine Ausbildung, die Fachoberschule, das berufliche Gymnasium oder andere Bildungswege der Sekundarstufe II antritt.
Für viele Jugendliche ist dies ein praktischer Weg: Man kann einen anerkannten Beruf erlernen und anschließend, wenn man möchte, die Ausbildung fortsetzen. In Deutschland gibt es Übergänge zwischen Schulbildung, beruflicher Bildung und Hochschulbildung, doch die Bedingungen müssen je nach Bundesland und Bildungsgang geprüft werden.
Das Gymnasium und der Weg zum Abitur
Das Gymnasium ist auf das Abitur ausgerichtet – einen Abschluss, der den Zugang zur Universität und zu anderen Hochschulen ermöglicht. Je nach Bundesland und Schule wird das Abitur nach 12 oder 13 Schuljahren erworben.
Das Gymnasium bietet eine fundierte akademische Ausbildung, ist aber nicht der einzige Weg zur Hochschulbildung. Das Abitur oder die Fachhochschulreife lassen sich auch über andere schulische und berufliche Wege erwerben.
Gesamtschule und flexiblere Modelle
Gesamtschule und Gemeinschaftsschule vereinen Schüler mit unterschiedlichen Bildungszielen. Innerhalb einer solchen Schule kann man je nach Landesmodell, schulischen Leistungen und gewähltem Bildungsweg den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur anstreben.
Genau diese Schulen wählen oft Familien, denen die zu frühe Einteilung der Kinder nach der Grundschule nicht gefällt. Aber auch hier unterscheiden sich die Regeln: Manchwo führt die Schule selbst bis zum Abitur, an anderen Orten muss man nach der Sekundarstufe I in die Oberstufe einer anderen Schule wechseln.
Warum die Schulwahl kontrovers diskutiert wird
Das deutsche Schulsystem wird oft dafür kritisiert, dass Kinder schon früh auf verschiedene Schultypen verteilt werden. Ein Kind aus einer Familie, in der zu Hause wenig Deutsch gesprochen wird, kann sich vielleicht später entfalten als seine Klassenkameraden, doch die Empfehlung nach der Grundschule erfolgt bereits in der 4. oder 6. Klasse.
Deshalb ist es für Eltern mit Migrationshintergrund wichtig, nicht bis zum letzten Grundschuljahr zu warten. Drei Dinge sind dabei besonders hilfreich:
- Fragen Sie die Lehrer regelmäßig nach dem tatsächlichen Leistungsstand Ihres Kindes in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht;
- sich im Voraus zu informieren, welche Empfehlung für das Gymnasium, die Realschule oder die Gesamtschule in Ihrem Bundesland erforderlich ist;
- Sprachförderung, Lesen zu Hause, Schulberatungen und externe Kurse nutzen, wenn das Kind gerade wegen der deutschen Sprache hinterherhinkt.
Genaue statistische Vergleiche der Chancen auf einen Hochschulabschluss sind schnell veraltet und hängen von der jeweiligen Studie ab. Zuverlässiger ist es, vorsichtig zu formulieren: Der soziale Hintergrund, die Familiensprache und die Migrationserfahrung können Schulempfehlungen und Bildungswege beeinflussen, weshalb eine frühzeitige Förderung wirklich wichtig ist.
Sekundarstufe II: Abitur, Berufsschule und der Einstieg ins Berufsleben
Nach der Sekundarstufe I beginnt die Sekundarstufe II. Hier gibt es zwei große Bildungswege.
Der erste Weg ist der akademische Weg über die gymnasiale Oberstufe zum Abitur. Nach dem Abitur kann man sich an einer Universität, einer technischen Hochschule, einer Hochschule für angewandte Wissenschaften oder für ein duales Studienprogramm bewerben.
Zweitens: der berufliche Werdegang. Ein Jugendlicher kann eine Berufsschule, eine Fachoberschule, eine Berufsfachschule, ein berufliches Gymnasium oder eine duale Ausbildung besuchen. Die Bezeichnungen und Varianten unterscheiden sich je nach Bundesland, aber der Sinn ist derselbe: Die schulische Bildung wird mit einer praktischen Berufsausbildung verbunden.
Ausbildung: Ein Beruf durch Arbeit und Berufsschule
Das duale Ausbildungssystem „“ ist eines der bekanntesten Merkmale des deutschen Bildungssystems. Der Auszubildende schließt einen Vertrag mit einem Unternehmen ab, arbeitet dort und besucht parallel dazu die Berufsschule.
In der Regel dauert die Ausbildung mehrere Jahre. Die genaue Dauer hängt vom Beruf, vom Ausbildungsgang und von der bisherigen Schulbildung ab. Die Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung – eine Vergütung für die Ausbildung im Betrieb. Das ist zwar kein vollwertiges Fachkräftegehalt, aber ein wichtiger Unterschied zur reinen Schulbildung.
Eine Ausbildung eignet sich nicht nur für Absolventen der Hauptschule oder Realschule. Man kann sie auch nach dem Abitur, nach einem abgebrochenen Studium oder im Erwachsenenalter beginnen. Für Migranten ist dies oft ein realistischer Weg zu einem anerkannten Beruf, zum deutschen Arbeitsmarkt und zu weiterer Entwicklung.
Hochschulbildung: Hochschule, Universität, FH und TU
Nach dem Abitur, der Fachhochschulreife oder einer anderen anerkannten Hochschulzugangsberechtigung kann man sich an einer deutschen Hochschule Как поступить в ВУЗ в Германии — условия и этапы | einschreiben. Das Wort Hochschule ist ein Oberbegriff für höhere Bildungseinrichtungen.
Die wichtigsten Schulformen:
- Universität – eine klassische Universität mit starkem wissenschaftlichem und theoretischem Schwerpunkt, dem Recht zur Verleihung von Doktorgraden und einer breiten Auswahl an Fachbereichen.
- Technische Universität oder Technische Hochschule – eine technische Universität oder Hochschule mit Schwerpunkt auf Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik und Forschung.
- Hochschule für angewandte Wissenschaften oder Fachhochschule – eine Hochschule für angewandte Wissenschaften, an der mehr Praxis, Projekte und Berufszusammengänge im Vordergrund stehen.
- Kunsthochschule, Musikhochschule, Pädagogische Hochschule und andere Fachhochschulen – für Kunst, Musik, Pädagogik und bestimmte berufliche Richtungen.
Die meisten Studiengänge sind in die Bologna-Struktur eingebettet: Bachelor, dann Master. Es gibt jedoch Ausnahmen: Medizin, Jura, Pharmazie, ein Teil der pädagogischen Studiengänge und einige andere Berufe können zu einem Staatsexamen führen.
Akademische Abschlüsse und Staatsexamen
Bachelor
Bachelor – der erste akademische Abschluss. Oft dauert das Studium 6–8 Semester, die genaue Dauer hängt jedoch vom Studiengang und der Hochschule ab. Nach dem Bachelor-Abschluss kann man entweder ins Berufsleben einsteigen oder ein Masterstudium aufnehmen.
Gängige Schulabschlüsse:
- Bachelor of Arts (B.A.);
- Bachelor of Science (B.Sc.);
- Bachelor of Engineering (B.Eng.);
- Bachelor of Laws (LL.B.) und andere Varianten.
Master
Master – die nächste Stufe nach dem Bachelor. In der Regel handelt es sich dabei um eine Vertiefung der Spezialisierung, eine Forschungsausbildung oder den Übergang zu einer höheren beruflichen Qualifikation.
Gängige Schulabschlüsse:
- Master of Arts (M.A.);
- Master of Science (M.Sc.);
- Master of Engineering (M.Eng.);
- Master of Laws (LL.M.).
Staatsexamen
Das Staatsexamen ist nicht für alle Berufe erforderlich. Es kommt dort vor, wo der Staat den Zugang zu einem Beruf besonders streng regelt: zum Beispiel in der Medizin, im Rechtswesen, in der Pharmazie und in einigen pädagogischen Fachrichtungen.
Man sollte die Dinge nicht vereinfachen: Die Regeln für das Staatsexamen hängen vom Beruf und vom Bundesland ab. Oft umfasst der Weg ein Studium an der Universität, eine Praxisphase und ein oder mehrere Staatsexamen. Für angehende Juristen kann dies das Referendariat sein, für Ärzte die klinischen Phasen und die staatlichen Prüfungsteile, für Lehrer der Vorbereitungsdienst. Man sollte sich nicht „pauschal für Deutschland“ informieren, sondern je nach konkretem Beruf und Bundesland.
Doktor
Doktor – ein akademischer Grad nach dem Masterstudium, dem Staatsexamen oder einer gleichwertigen Zulassung. In der Regel muss man einen Betreuer finden, ein Thema abstimmen, sich für ein strukturiertes Programm einschreiben oder eine individuelle Promotion beantragen und eine Dissertation verfassen.
Die Fristen unterscheiden sich stark je nach Fachgebiet. In den Naturwissenschaften sind bezahlte Stellen an Universitäten oder Forschungsinstituten weit verbreitet, in den Geisteswissenschaften sind individuelle Modelle und externe Finanzierung häufiger anzutreffen.
Weiterbildung: Bildung nach dem Abschluss
Weiterbildung – Weiterbildung für Erwachsene. Dazu gehören berufliche Fortbildungen, Qualifizierungsmaßnahmen, Umschulungen, Sprachkurse, Volkshochschulen, betriebliche Weiterbildung, Zweitabschlüsse und akademische Programme für Berufstätige.
Für Deutschland ist dies kein nebensächlicher Teil des Systems, sondern eine ganz normale Möglichkeit, den Beruf zu wechseln, Wissenslücken zu schließen und sich an den Arbeitsmarkt anzupassen. Man kann zunächst eine Ausbildung absolvieren, dann die Fachhochschulreife erwerben, anschließend an einer Hochschule studieren und später neben dem Beruf eine Weiterbildung oder einen Masterstudiengang absolvieren.
Was man vor der Wahl des Bildungswegs prüfen sollte
Wenn Sie die Ausbildung Ihres Kindes oder Ihr eigenes Studium in Deutschland planen, informieren Sie sich bitte hier:
- die Regelungen Ihres Bundeslandes und nicht nur allgemeine Artikel über Deutschland;
- Alter und Datum der Einschulung;
- Voraussetzungen für den Übergang zum Gymnasium, zur Gesamtschule oder zu einer anderen Schule;
- Gibt es DaZ/Deutsch als Zweitsprache für Kinder mit einer anderen Muttersprache?;
- welche Abschlüsse eine bestimmte Schule vergibt;
- ob man nach dem gewählten Bildungsweg das Abitur oder die Fachhochschulreife erwerben kann;
- Wird der Ausbildungsberuf anerkannt und welche Perspektiven ergeben sich danach?
- welche Hochschulzugangsberechtigung für den gewählten Studiengang erforderlich ist; – ob die Hochschule Bachelor-/Master-Studiengänge, das Staatsexamen oder ein anderes Format anbietet.
FAQ
Kann man die Schule frei wählen?
Teilweise. In einigen Bundesländern gibt es Schulbezirke, in anderen besteht mehr Wahlfreiheit. Selbst dort, wo eine Wahl möglich ist, hängt der Schulplatz von der Wohnadresse, der Kapazität der Schule, dem Profil und den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes ab.
Ist der Besuch eines Kindergartens verpflichtend?
Die Kita ist in der Regel keine Pflichtschule. Doch für ein Kind, das noch nicht sicher Deutsch spricht, erleichtert die vorschulische Betreuung oft den Einstieg in die Grundschule erheblich.
Versperren Hauptschule oder Realschule den Weg zur Universität?
Nicht automatisch. Der Weg wird länger, aber durch gute Leistungen, Berufsschulen, Fachoberschule, berufliches Gymnasium und andere Möglichkeiten kann man die Fachhochschulreife oder das Abitur erreichen.
Was ist besser: Universität oder Fachhochschule?
Das hängt vom Ziel ab. Die Universität eignet sich eher für Forschung, eine akademische Laufbahn und theoretische Fachrichtungen. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften/Fachhochschule ist meist praxisorientierter, projektbezogener und auf angewandte Berufe ausgerichtet.
Muss man bis zum Alter von 25 Jahren lernen, um eine berufliche Laufbahn zu beginnen?
Nein. In Deutschland sind unterschiedliche Zeitpläne ganz normal: Manche beginnen nach der Ausbildung zu arbeiten, manche nach dem Bachelor, manche nach dem Master oder dem Staatsexamen. Wichtiger als das Alter sind eine anerkannte Qualifikation, Deutschkenntnisse und ein klarer beruflicher Werdegang.