7 deutsche Weihnachtsstädte für einen Winterausflug
Wenn Sie das deutsche Weihnachtsfest nicht nur auf den großen Märkten in Berlin, München oder Köln erleben möchten, entscheiden Sie sich für kleine historische Städte. Dort herrscht weniger städtische Hektik, dafür gibt es mehr Fachwerkhäuser, enge Gassen, beleuchtete Plätze und das Gefühl, dass der Dezember wirklich zu einer ganz eigenen Jahreszeit geworden ist.
Im Folgenden finden Sie sieben Reiseziele für einen Wochenendausflug oder einen kurzen Winterurlaub. Jede Stadt hat ihren ganz eigenen Charakter: mittelalterliche Stadtmauern, Berge, eine UNESCO-Altstadt, ein Adventskalender an der Fassade des Rathauses oder ein Weihnachtswald. Die Termine der Weihnachtsmärkte ändern sich jedes Jahr, daher sollten Sie vor der Buchung von Unterkunft und Tickets die offizielle Website der Stadt überprüfen.
So wählen Sie die richtige Stadt für Ihre Reise aus
| Wenn Sie möchten | Geeignete Städte |
|---|---|
| Die postkartenreife Fachwerkstadt | Rothenburg ob der Tauber, Quedlinburg, Wernigerode |
| Ein beschaulicher Markt im Westen Deutschlands | Monschau |
| Eine Reise in die Natur und in den Winterwald | Monschau, Wernigerode, Berchtesgaden |
| Lange Saison nach Weihnachten | Goslar, Berchtesgaden |
| Ein ungewöhnlicher Adventskalender | Gengenbach, Quedlinburg |
Rothenburg ob der Tauber: ein Klassiker der deutschen Weihnachtszeit
Rothenburg ob der Tauber in Bayern ist eine der bekanntesten Weihnachtsstädte Deutschlands. Die mittelalterlichen Stadtmauern, Türme, engen Gassen und Fachwerkhäuser sind hier so gut erhalten geblieben, dass die Stadt oft wie eine fertige Kulisse für eine Winterpostkarte wirkt.
Der Hauptmarkt heißt Reiterlesmarkt. Für das Jahr 2026 sind offiziell die Termine vom 20. November bis zum 23. Dezember bekannt gegeben. Er findet im historischen Zentrum rund um den Marktplatz, den Grünen Markt, den Kirchplatz und das Rathaus statt.
Was es außer dem Markt noch zu sehen gibt:
- einen Spaziergang auf der Stadtmauer machen, sofern das Wetter es zulässt;
- Besuchen Sie das Deutsche Weihnachtsmuseum und den Laden von Käthe Wohlfahrt;
- Übernachten Sie dort, um das Stadtzentrum am Abend zu erleben, wenn die Tagesausflügler bereits abgereist sind.
Nachteil: An den Wochenenden sind oft sehr viele Touristen unterwegs. Vorteil: Die Infrastruktur ist besser ausgebaut als in den meisten Kleinstädten: Hotels, Restaurants und Spazierwege sind auf Besucher ausgerichtet.
Monschau: Gemütlicher Advent an der belgischen Grenze
Monschau liegt in Nordrhein-Westfalen, unweit von Belgien und dem Nationalpark Eifel. Es ist eine gute Wahl für alle, die in Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen oder im Westen Deutschlands wohnen und einen Kurztrip ohne Flüge und lange Anfahrtswege unternehmen möchten.
Der Weihnachtsmarkt in Monschau ist für das Jahr 2026 an vier Adventswochenenden geplant: jeweils von Freitag bis Sonntag, beginnend vom 27. bis 29. November und anschließend an den Wochenenden bis zum 18. bis 20. Dezember. Nach offiziellen Angaben der Stadt ist der Markt freitags und samstags bis in den Abend hinein geöffnet, sonntags schließt er früher.
Was Monschau so besonders macht:
- eine kompakte Altstadt mit Fachwerkhäusern am Flussufer;
- eine Burg über dem Tal und wunderschöne Ausblicke aus der Höhe;
- die Möglichkeit, den Markt mit einem Spaziergang am Eiffelturm zu verbinden;
- Der lokale Monschauer Senf als kulinarisches Souvenir.
Nachteil: Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht immer bequem, besonders abends. Vorteil: Die Atmosphäre ist ruhiger als auf vielen großen Weihnachtsmärkten.
Quedlinburg: UNESCO, Fachwerk und Adventshöfe
Quedlinburg in Sachsen-Anhalt ist eine der besten Städte für alle, die auf der Suche nach historischem Flair sind. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, und die Zahl der Fachwerkhäuser hier geht in die Tausende.
Im Dezember verwandelt sich Quedlinburg in eine „Adventsstadt“: Der Weihnachtsmarkt ist in vollem Gange, und an den ersten drei Adventswochenenden findet in der Regel die Veranstaltung „Advent in den Höfen“ statt, bei der die Besucher die Innenhöfe der Altstadt erkunden können. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Reihe von Ständen auf dem Marktplatz, sondern um einen Rundgang durch historische Orte, die an normalen Tagen möglicherweise geschlossen sind.
Was Sie unbedingt beachten sollten:
- Beim „Advent in den Höfen“ ist der Besucherandrang höher als an normalen Wochentagen;
- Es empfiehlt sich, den Aufenthalt in dieser Stadt als Übernachtung oder als Teil einer Reise durch den Harz zu planen; – Die offiziellen Termine der jeweiligen Saison sollten Sie im Voraus prüfen, da sich die einzelnen Veranstaltungen hinsichtlich der Tage und Uhrzeiten unterscheiden können.
Nachteil: Von Süddeutschland aus ist die Anreise ziemlich weit. Vorteil: Quedlinburg bietet eine seltene Kombination aus lebendigem Stadtleben, UNESCO-Architektur und einer nicht allzu kommerziellen Weihnachtsstimmung.
Goslar: Weihnachtsmarkt und Weihnachtswald
Goslar in Niedersachsen ist größer und abwechslungsreicher als viele andere Städte auf dieser Liste. Die Altstadt und das Bergwerk Rammelsberg gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe, und im Winter wird das Stadtzentrum durch den Weihnachtswald ergänzt: ein Weihnachtswald mit beleuchteten Bäumen mitten in der Stadt.
Für das Jahr 2026 kündigt Goslar einen Weihnachtsmarkt und einen Weihnachtswald vom 25. November bis zum 30. Dezember an. Das ist praktisch, wenn Sie es nicht bis zum 24. Dezember schaffen oder eine Reise zwischen den Feiertagen planen.
Was Sie zusätzlich zum Weihnachtsmarkt unternehmen können:
- einen Spaziergang durch die Altstadt;
- Besuch der Kaiserpfalz;
- Eine Exkursion zum Rammelsberg, wenn Sie nicht nur festliche Beleuchtung, sondern auch die Geschichte der Region erleben möchten.
Nachteil: Die Stadt ist weniger gemütlich als Monschau oder Gengenbach. Vorteil: Es gibt mehr Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches Wochenende, besonders wenn Sie mit der Familie reisen oder die gesamte Reise nicht nur um einen einzigen Markt herum planen möchten.
Gengenbach: Das Rathaus als riesiger Adventskalender
Gengenbach im Schwarzwald ist dafür bekannt, dass sich die Fassade des Rathauses in ein Adventskalenderhaus verwandelt: 24 Fenster werden zu Fenstern eines Adventskalenders. Diese Tradition besteht seit 1996, und jede Saison steht die Gestaltung unter einem eigenen künstlerischen Motto.
Die Stadt selbst ist klein: Das historische Zentrum lässt sich in ein paar Stunden zu Fuß erkunden. Aber genau darin liegt der Reiz der Reise – zur abendlichen Eröffnung eines Fensterbildes anzureisen, über den Markt zu schlendern, ein heißes Getränk zu genießen und entweder über Nacht in der Region zu bleiben oder die Reise durch den Schwarzwald fortzusetzen.
Für wen ist Gengenbach geeignet:
- für alle, die in Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart oder im Südwesten Deutschlands wohnen;
- für Familien mit Kindern, die ein festes Abendritual brauchen;
- Für alle, die Weihnachten mit einem Besuch von Weingütern, Thermalbädern oder einer Reise durch den Schwarzwald verbinden möchten.
Nachteil: Für eine Individualreise von weit her könnte die Stadt zu klein sein. Vorteil: Das Format des Adventskalenders unterscheidet sich tatsächlich von einem herkömmlichen Weihnachtsmarkt.
Wernigerode: Fachwerkhäuser, Schloss und die Brockenbahn
Wernigerode wird wegen seiner bunten Fachwerkfassaden auch als „bunte Stadt des Harzes“ bezeichnet. Das Herzstück der Weihnachtsstimmung ist der Bereich rund um das historische Rathaus, eines der fotogensten der Region.
Der größte Vorteil von Wernigerode ist nicht nur der Weihnachtsmarkt. Von der Stadt aus lässt sich bequem ein Ausflug auf den Brocken mit der historischen Harzer Schmalspurbahn planen, sofern Wetter und Fahrplan mitspielen. Eine weitere Option ist Schloss Wernigerode, das auch im Winter wunderschön über der Stadt thront.
Prüfen Sie vor der Reise Folgendes:
- Aktuelle Termine und Öffnungszeiten des Weihnachtsmarkts in Wernigerode;
- Zugfahrplan zum Brocken;
- Wetter: Im Winter können sich die Wetterbedingungen in Harz schnell ändern.
Nachteil: Von West- und Süddeutschland aus kann die Anreise lang sein. Vorteil: An einem einzigen Wochenende lassen sich ein Weihnachtsmarkt, ein Schloss, Berge und ein Ausflug in den Winterwald unter einen Hut bringen.
Berchtesgaden: Alpine Weihnacht statt Fachwerk
Berchtesgaden unterscheidet sich von den anderen Städten auf der Liste. Hier dreht sich die weihnachtliche Atmosphäre nicht um Fachwerkhäuser, sondern um die Alpen: Holzfassaden, bemalte Häuser, Bergluft, schneebedeckte Gipfel und bayerische Traditionen.
Der Berchtesgadener Advent findet im Jahr 2026 vom 20. November 2026 bis zum 3. Januar 2027 statt. Dies ist eine der praktischen Optionen, wenn Sie eine Winterreise nicht nur vor, sondern auch nach Weihnachten unternehmen möchten.
Was Sie zusätzlich zum Markt unternehmen können:
- Königssee, sofern es das Wetter und der Fahrplan der Schifffahrt zulassen;
- Salzbergwerk Berchtesgaden;
- Spaziergänge durch das Stadtzentrum und die Umgebung ohne anspruchsvolle Bergwanderungen.
Nachteil: Im Winter hängen Verkehr und Reisepläne stärker vom Wetter ab. Vorteil: Die Natur spielt hier eine ebenso wichtige Rolle wie der Weihnachtsmarkt selbst.
So planen Sie Ihre Reise im Dezember
- Wählen Sie zunächst eine Region aus. Im Süden empfehlen sich Rothenburg ob der Tauber, Gengenbach und Berchtesgaden; im Westen Monschau; im Harz Quedlinburg, Goslar und Wernigerode.
- Überprüfen Sie die offiziellen Termine. Auch wenn der Markt normalerweise in denselben Wochen stattfindet, ändern sich die Öffnungszeiten, Ruhetage und Sonderveranstaltungen.
- Buchen Sie Ihre Unterkunft rechtzeitig. In kleinen Städten ist die Auswahl schnell erschöpft, besonders an den Adventswochenenden.
- Planen Sie nicht zu viele Städte an einem Tag ein. Weihnachtsmärkte sind abends am schönsten, und im Winter wird es früh dunkel.
- Für eine Tour durch den Harz empfiehlt es sich, Quedlinburg und Wernigerode zu kombinieren und Goslar für einen separaten Tag oder eine Übernachtung einzuplanen.
- Wenn Sie mit dem Auto anreisen, informieren Sie sich im Voraus über Parkmöglichkeiten und die winterlichen Straßenverhältnisse. In den Altstädten befinden sich die Parkplätze oft außerhalb der historischen Zone.
Häufige Fehler
- Am 24. Dezember nicht ohne vorherige Überprüfung losfahren. Viele Märkte schließen vor Heiligabend oder haben nur eingeschränkt geöffnet.
- Schauen Sie sich nicht nur die großen Städte an. In kleinen Orten ist die weihnachtliche Atmosphäre oft gerade wegen ihrer überschaubaren Größe intensiver.
- Kommen Sie gegen Mittag an und fahren Sie vor Einbruch der Dunkelheit wieder ab. Die schönste Zeit ist, nachdem die Lichter angezündet wurden.
- Das Wetter nicht außer Acht lassen. In Harz und in den Alpen können winterliche Bedingungen den Fahrplan beeinflussen.
- Unterkunft erst in letzter Minute buchen. An den Adventswochenenden steigen Preise und Auslastung schnell an.
FAQ
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Weihnachtsmärkte in Deutschland?
In der Regel ist die beste Zeit von Ende November bis zur dritten Dezemberwoche. An Wochentagen ist weniger los als samstags und sonntags. Wenn Sie die Lichter und die Atmosphäre garantiert erleben möchten, sollten Sie die Abendstunden wählen.
Kann man an einem Wochenende mehrere Städte besuchen?
Ja, aber es ist besser, nahegelegene Orte zu kombinieren. Zum Beispiel ist es sinnvoll, Quedlinburg und Wernigerode in derselben Region zu besichtigen. Rothenburg ob der Tauber, Monschau oder Berchtesgaden sollten Sie besser nicht nur als kurzen Stopp von einer Stunde betrachten: Ein Teil des Erlebnisses besteht in einem abendlichen Spaziergang.
Braucht man ein Auto?
Nicht immer. Nach Rothenburg ob der Tauber, Goslar, Wernigerode und Gengenbach kann man mit dem Zug fahren, wenn auch manchmal mit Umstiegen. Für Monschau und einige Alpenrouten ist das Auto oft bequemer. Vergleichen Sie vor der Reise nicht nur die Fahrzeit, sondern auch die Rückfahrten am Abend.