Oktoberfest in München: Termine 2026, Bier, Festzelte, Anreise und Regeln
Das Oktoberfest ist Münchens größtes Volksfest und das bekannteste Bierfest Deutschlands. Im Jahr 2026 findet es auf der Theresienwiese vom 19. September bis zum 4. Oktober statt. Die Besucher kommen nicht nur wegen des Bieres: Hier gibt es Umzüge, Fahrgeschäfte, bayerische Spezialitäten, Familientage, traditionelle Musik und den separaten historischen Bereich „Oide Wiesn“.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Jahr 2026
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Termine | 19. September – 4. Oktober 2026 |
| Ort | Theresienwiese, München |
| Eröffnung | 19. September, offizieller Anstich im Schottenhamel um 12:00 Uhr |
| Preis für ein Maß Bier | offiziell angekündigte Preisspanne für 2026: 14,80–15,90 € pro Liter |
| Eintritt zum Gelände | kostenlos; die „Oide Wiesn“ ist in der Regel ein kostenpflichtiger Bereich |
| Familientage | dienstags, 22. und 29. September, Ermäßigungen bis 19:00 Uhr |
| Große Taschen | sind verboten; erlaubt sind kleine Taschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3 l und einer Größe von bis zu 20 x 15 x 10 cm |
| Nächste U-Bahn-Station | U4/U5 Theresienwiese, Alternativen: Schwanthalerhöhe, Goetheplatz, Poccistraße |
Wie das Oktoberfest entstand
Das erste Fest fand am 12. Oktober 1810 zu Ehren der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt. Für die Stadtbewohner wurden Pferderennen und ein Fest außerhalb der Stadt organisiert. Den Münchnern gefiel das Fest so gut, dass es fortan jedes Jahr wiederholt wurde, und die Wiese erhielt den Namen der Prinzessin – Theresienwiese.
Heute liegt die Theresienwiese fast im Zentrum von München. Im Volksmund wird das Oktoberfest oft „Wiesn“ genannt – abgeleitet vom bayerischen Wort für „Wiese“. Trotz des Namens findet der Großteil des Festes im September statt: So sind die Chancen auf warmes Wetter und lange Tageslichtstunden größer.
Der Trachtenumzug ist einer der bekanntesten Höhepunkte des Oktoberfestes.
Seit den 1960er Jahren hat sich das Fest zu einem internationalen Ereignis entwickelt. Touristen aus aller Welt strömen auf die Theresienwiese, und Münchner Unternehmen und Vereine reservieren schon frühzeitig Tische in den Festzelten für Treffen, Betriebsfeiern und Familienfeste.

Das Oktoberfest ist längst zu einem internationalen Ereignis geworden, doch die bayerischen Traditionen bilden nach wie vor seine Grundlage.
Programm des Oktoberfestes 2026
Die wichtigsten Veranstaltungen finden jedes Jahr statt, die Termine hängen jedoch vom jeweiligen Saisonkalender ab.
| Datum 2026 | Veranstaltung | Was passiert |
|---|---|---|
| 19. September, 10:35 Uhr | Einzug der Wiesnwirte | Die Wirte der Festzelte und Brauereien ziehen feierlich auf die Theresienwiese ein |
| 19. September, 12:00 Uhr | Anstich | Der Oberbürgermeister von München sticht das erste Fass in Schottenhamel an, danach beginnt der Ausschank |
| 20. September, ab 10:00 Uhr | Trachten- und Schützenzug | großer Umzug mit Trachtenvereinen, Schützen, Musikern und Festwagen |
| 24. September, 9:30 Uhr | Wiesn-Gottesdienst | ökumenischer Gottesdienst im Marstall-Festzelt |
| 27. September, 11:00 Uhr | Platzkonzert der Wiesnwirte | gemeinsames Konzert der Blaskapellen bei der Bavaria-Statue |
| 4. Oktober, 12:00 Uhr | Böllerschießen | traditioneller Salut der Böllerschützen am letzten Tag des Festes |
Am ersten Tag wird in den großen und mittelgroßen Zelten vor der offiziellen Eröffnung noch kein Bier ausgeschenkt. Nach dem Ausruf „O’zapft is!“ und den Salutschüssen vor der Bayern-Hütte erhalten die Zelte das Signal, mit dem Ausschank zu beginnen.

Der Einzug der Zeltbetreiber und Brauereien findet bereits vor der offiziellen Eröffnung statt.
Der Trachtenumzug wird in Zusammenarbeit mit dem Festring München e.V. organisiert. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Touristenattraktion: Trachtenvereine, Schützenvereine, Musikkapellen und Gäste aus verschiedenen Regionen nehmen daran teil.

Lederhosen und Trachten sind Teil der optischen Sprache der Wiesn, aber keine Eintrittsvoraussetzung.
Öffnungszeiten
Für das Oktoberfest 2026 gelten folgende offizielle Öffnungszeiten:
| Bereich | Zeit |
|---|---|
| Oktoberfestgelände, Montag–Donnerstag | 10:00–23:30 Uhr |
| Festgelände, Freitag und Donnerstag, 2. Oktober | 10:00–24:00 Uhr |
| Festgelände, Samstag | 9:00–24:00 Uhr |
| Festgelände, Sonntag und 3. Oktober | 9:00–23:30 Uhr |
| Große Bierzelte an Wochentagen | 10:00–23:30 Uhr |
| Große Bierzelte an den Wochenenden und am 3. Oktober | von 9:00 bis 23:30 Uhr |
| Das letzte Maß in den großen Festzelten | normalerweise bis 22:30 Uhr |
| Die Käfer Wiesn-Schänke und das Kufflers Weinzelt | haben möglicherweise bis 1:00 Uhr geöffnet, letzte Bestellung gegen 00:30 Uhr |
Abends und an Wochenenden können die Festzelte den Einlass schon lange vor dem offiziellen Ende der Öffnungszeiten schließen, wenn innen keine freien Plätze mehr vorhanden sind. Ohne Reservierung kommt man unter der Woche tagsüber oder in den ersten Stunden nach der Eröffnung leichter hinein.
Bier auf dem Oktoberfest
Auf dem Oktoberfest wird ausschließlich Bier von Münchner Brauereien serviert, die der Tradition des Münchner Bieres verbunden sind. Im Jahr 2026 gehören zu den offiziellen Brauereien:
- Augustiner-Bräu;
- Hacker-Pschorr;
- Löwenbräu;
- Paulaner;
- Spaten;
- Staatliches Hofbräuhaus.
Oktoberfestbier wird stärker gebraut als gewöhnliches Lagerbier; je nach Brauerei liegt der Alkoholgehalt in der Regel bei etwa 6 %. Serviert wird es in Literkrügen, den Maß.
Im Jahr 2026 liegen die angegebenen Preise für ein Maß in den Festzelten zwischen 14,80 und 15,90 €. Dies ist der Preis für das Bier; Essen, Trinkgeld und Reservierungsgebühren werden separat berechnet.

Das Maß ist das wichtigste Symbol des Festes, doch seine Stärke und sein Volumen lassen sich leicht unterschätzen.
Die Preise hängen vom Festzelt und vom Bereich ab. Bargeld ist nach wie vor nützlich, und bei Reservierungen werden oft im Voraus gekaufte Gutscheine für Bier und Essen verwendet. Vor der Reise lohnt es sich, die Regeln des jeweiligen Festzeltes zu prüfen: Die Reservierungsbedingungen, Mindestbestellmengen und Zahlungsarten unterscheiden sich je nach Betreiber.
Essen auf der Wiesn
Das klassische Oktoberfest-Programm:
- Bretzel – ein großer salziger Brezel;
- Wiesn-Hendl – Brathähnchen;
- Weißwurst – weiße bayerische Würstchen;
- Schweinshaxe – Schweinshaxe;
- Kartoffelsalat;
- Steckerlfisch – Fisch am Spieß;
- Ochsenbraten – gebratener Ochse;
- Süßigkeiten, Nüsse und Lebkuchen.

Schweinshaxe und Hähnchen sind nach wie vor die naheliegendsten Optionen für einen ersten Besuch.
Die Preise für Speisen variieren je nach Festzelt und Stand. Für das Budget sollte man nicht nur das Maß, sondern auch Wasser, Essen, Fahrtkosten, Garderobe/Gepäckaufbewahrung (falls erforderlich) und Fahrgeschäfte einplanen.
Tischreservierung
Der Eintritt in die Festzelte ist kostenlos, aber einen Platz am Tisch zu den beliebten Zeiten sollte man besser reservieren. In der Regel werden die Reservierungen im Frühjahr auf den Websites der Festzelte freigeschaltet, oft spätestens im April oder Mai. Die Regeln werden nicht von der Stadt, sondern vom jeweiligen Festzeltbetreiber festgelegt.
Was Sie wissen sollten:
- In der Regel reserviert man einen Tisch oder Plätze für ein bestimmtes Zeitfenster;
- Im Paket sind oft Gutscheine für Bier und Essen enthalten;
- Abends und an den Wochenenden ist die Nachfrage höher;
- Ohne Reservierung sind die Chancen an Wochentagen vormittags und nachmittags besser;
- Wenn das Festzelt überfüllt ist, kann der Einlass auch während der regulären Öffnungszeiten geschlossen werden.

In den großen Festzelten gibt es Tausende von Plätzen, doch zu den Stoßzeiten sind diese schnell vergeben.
Was man außer Bier noch unternehmen kann
Das Oktoberfest ist auch ein Vergnügungspark. Auf der Theresienwiese werden ein Riesenrad, Karussells, Schießbuden, Achterbahnen, Freifalltürme und klassische Jahrmarktsattraktionen aufgebaut.

Auch wenn Sie kein Bier trinken, gibt es auf der Wiesn viel zu erleben.
Für einen entspannten Besuch sollten Sie Werktage wählen und frühzeitig da sein. Das offizielle Besucherbarometer zeigt in der Regel, dass Samstage, Abende und Feiertage die stärksten Besucherzeiten sind.
Das Oktoberfest mit Kindern
Die Münchner sehen die Wiesn nicht nur als Bierfest, sondern auch als familiäres Volksfest. Besonders geeignet für Familien sind die Dienstage: Im Jahr 2026 finden am 22. und 29. September bis 19:00 Uhr Familientage statt, an denen es Ermäßigungen auf viele Fahrgeschäfte, Speisen und Angebote für Kinder gibt.
Der „Familienplatzl“ ist nicht nur dienstags geöffnet: Es handelt sich um einen Familienbereich mit einer ruhigeren Atmosphäre. Für Kinderwagen gelten jedoch Einschränkungen. Aus Sicherheitsgründen sind Kinderwagen nur zu bestimmten Zeiten erlaubt und samstags in der Regel verboten; die genauen Regeln sollten Sie vor Ihrem Besuch am besten auf der offiziellen Seite für Familien nachlesen.
Kleidung: Dirndl und Lederhosen
Traditionelle Tracht ist nicht Pflicht, aber viele Gäste kommen genau in dieser Kleidung.
Frauen entscheiden sich oft für ein Dirndl: ein Kleid, eine Bluse und eine Schürze. Um den Knoten an der Schürze rankt sich eine beliebte Tradition: links – frei, rechts – liiert oder verheiratet, hinten – Personal oder Witwe, in der Mitte – unterschiedliche Interpretationen je nach Kontext. Man sollte dies nicht als strengen sozialen Kodex auffassen: Für viele Touristen ist es einfach nur ein Teil der Folklore.

Das Dirndl ist Teil der visuellen Kultur des Festes geworden, aber auch normale, bequeme Kleidung ist völlig in Ordnung.
Männer tragen oft Lederhosen mit Hosenträgern, einem Hemd und robusten Stiefeln. Das Charivari – eine Zierkette mit Anhängern – ist ein zusätzliches Accessoire, aber kein Muss.
Wenn man sich in München kurz vor dem Fest ein Trachtenkostüm kauft, ist der Preis in der Regel höher. Für einen einmaligen Besuch reichen normale, dem Wetter angepasste Kleidung und bequeme Schuhe aus: Man muss viel laufen, und abends kann es kühl werden.
Anreise zur Theresienwiese
Am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit dem Auto ist die Anreise umständlich: Es gibt kaum Parkplätze in der Nähe, die Straßen sind überlastet, und nach dem Genuss von Alkohol darf man sich nicht ans Steuer setzen.
Günstige Haltestellen:
- Theresienwiese – U4/U5, am nächsten am Festgelände, aber oft am stärksten frequentiert;
- Schwanthalerhöhe – eine Alternative mit den Linien U4/U5;
- Goetheplatz und Poccistraße – U3/U6, bequem für die südlichen und östlichen Eingänge;
- Hackerbrücke – S-Bahn, von dort aus ist es zu Fuß erreichbar.
Während des Oktoberfestes verkehren die Züge häufiger, aber abends und an den Wochenenden kann es trotzdem eng werden. Wenn Sie mit Kindern, älteren Angehörigen oder einem Kinderwagen unterwegs sind, sollten Sie den Ausgang über den am stärksten frequentierten Bahnhof Theresienwiese besser vermeiden.
Unterkünfte
Unterkünfte während des Oktoberfestes werden teurer und sind schon frühzeitig ausgebucht. Praktische Optionen:
- Buchen Sie Ihr Hotel oder Ihre Ferienwohnung bereits einige Monate im Voraus;
- Schaut euch auch die Viertel in der Nähe der U-Bahn oder S-Bahn an, nicht nur die Innenstadt;
- Besichtigung der Nachbarstädte mit dem Zug zum Münchner Hauptbahnhof;
- Für Gruppen empfiehlt es sich, Campingplätze und Unterkünfte außerhalb der Stadt zu prüfen.
Man sollte nicht damit rechnen, ein paar Wochen vor Beginn noch ein günstiges Zimmer im Zentrum zu finden. Je näher das Fest rückt, desto höher sind die Preise und desto geringer ist die Auswahl.
Zutritts- und Verhaltensregeln
Die wichtigsten Regeln sind einfach:
- Nehmt keine großen Taschen und Rucksäcke mit;
- Eine kleine Tasche darf maximal 3 Liter fassen und nicht größer als 20 x 15 x 10 cm sein;
- Gefährliche Gegenstände, Gasspraydosen mit schädlichem Inhalt sowie Stich- und Schneidwerkzeuge sind verboten;
- Fahrräder, Roller und ähnliche Fortbewegungsmittel müssen außerhalb des Geländes abgestellt werden;
- Tiere sind in der Regel nicht erlaubt, Ausnahmen gelten für Assistenzhunde;
- Bierkrüge, Geschirr und Dekoration dürfen nicht aus den Festzelten mitgenommen werden;
- Auf den Tischen wird nicht getanzt, auf den Bänken nur, wenn es die Situation und das Personal zulassen;
- Aggressives Verhalten, Belästigungen und Schlägereien führen umgehend zum Verweis vom Gelände.

Die Stimmung in den Festzelten ist ausgelassen, doch die Sicherheitsvorschriften auf der Wiesn werden streng eingehalten.
So planst du deinen ersten Besuch
- Wählen Sie einen Wochentag, wenn Sie weniger Andrang möchten.
- Buchen Sie Unterkunft und Transport rechtzeitig im Voraus.
- Informieren Sie sich vor dem Aufbruch über die Regeln für Taschen und Kinderwagen.
- Nehmen Sie Bargeld und eine Bankkarte mit.
- Kommen Sie morgens oder tagsüber, wenn im Festzelt keine Plätze mehr frei sind.
- Planen Sie ein Budget für Essen, Getränke, Fahrgeschäfte und die Rückfahrt ein.
- Planen Sie nach der Wiesn keine Autofahrt ein.
FAQ zum Oktoberfest
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Muss man eine Eintrittskarte für das Oktoberfest kaufen? | Der Eintritt zum Hauptgelände ist kostenlos. Der separate Bereich „Oide Wiesn“ ist in der Regel kostenpflichtig. |
| Kann man ohne Reservierung kommen? | Ja, aber abends und an den Wochenenden ist es schwierig, in die beliebten Zelte zu kommen. |
| Wann sollte man zum ersten Mal hingehen? | An einem Wochentag vormittags oder nachmittags. So findet man leichter einen Platz und kann das Gelände in Ruhe erkunden. |
| Kann man mit Karte bezahlen? | An manchen Ständen ja, aber Bargeld und Gutscheine sind nach wie vor nützlich. Die Regeln hängen vom jeweiligen Festzelt ab. |
| Muss man unbedingt ein Dirndl oder Lederhosen tragen? | Nein. Die Tracht ist zwar beliebt, aber der Eintritt ist auch in normaler Kleidung möglich. |
| Darf man einen Rucksack mitbringen? | Große Rucksäcke sind verboten. Eine kleine Tasche darf maximal 3 Liter fassen und die Maße 20 x 15 x 10 cm nicht überschreiten. |
| Wo ist es weniger überlaufen? | In der Regel an Wochentagen bis zum Abend und an alternativen Eingängen/Bahnhöfen. Samstags und abends ist am meisten los. |